ATP Boston

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tennis U.S. Pro Tennis Championships
ATP World Tour
Austragungsort Boston
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Erste Austragung 1927
Letzte Austragung 1999
Kategorie International Series
Turnierart Freiplatzturnier
Spieloberfläche Hartplatz
Auslosung 32S/16Q/16D
Preisgeld 350.000 US-$
Stand: 1. Mai 2012

Das ATP-Turnier von Boston (offiziell U.S. Pro Tennis Championships) ist ein ehemaliges US-amerikanisches Herrentennisturnier, das in Boston, Massachusetts ausgetragen wurde. Rekordsieger in der Open Era ist Björn Borg mit drei Titeln, im Doppel konnte Andrés Gómez das Turnier dreimal gewinnen und ist damit Doppelrekordsieger. Vor 1968 gewann Pancho Gonzales das Turnier achtmal, da wurde das Turnier allerdings noch nicht in Boston ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Austragung fand bereits 1927 statt, damals noch in Manhattan. Schon nach einem Jahr wechselte das Turnier nach Forest Hills, den früheren Austragungsort der US Open. Nach 1932 wechselte das Turnier mehrmals die Standorte und wurde in verschiedenen Clubs in New York, Chicago, Los Angeles und West Virginia ausgetragen, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Forest Hills seine Heimat fand. Von 1952 bis 1962 wurde das Turnier in verschiedenen Standorten in Cleveland ausgetragen, bevor es - nach einem einjährigen Intermezzo in Forest Hills - ab 1964 seinen endgültigen Standort im Longwood Cricket Club in Boston fand.

Das Turnier war vor 1968 ein Profi-Turnier und war unter diesen eines der angesehensten; gemeinsam mit dem Wembley Championship in London und den French Pro Championships in Paris war es eines der drei "Profi-Grand-Slam-Turniere", den Professional World Singles Tournaments. Nach 1968 in der Open Era verlor das Turnier natürlich diesen Status, wurde aber der Teil der Grand Prix Tennis Tour, dem Vorläufer der ATP World Tour. Innerhalb dieser Tour war es von 1970 bis 1977 Teil der Grand Prix Championship Series, vergleichbar mit der heutigen ATP World Tour Masters 1000-Series. In den Jahren 1990 bis 1995 war das Turnier dann nur noch ein Exhibition-Event. In der Saison 1997 wurde das Turnier wieder Teil der ATP Tour, allerdings wurde es nach nur drei Austragungen endgültig eingestellt.

Der Belag wechselte sehr oft in der Geschichte des Turniers, zunächste wurde auf Rasen gespielt, danach je nach Austragungsort auf Sand oder Rasen. Als das Turnier in Cleveland ausgetragen wurde, spielte man auf Indoor-Hartplätzen, in Boston dann zunächst wieder auf Rasen. In der Open Era spielte man dann anfangs einige Jahre auf Hartplatz, bevor man 1974 gemeinsam mit den US Open auf Har-Tru-Sandplätze wechselte. Während man bei den US Open nach drei Jahren auf Hartplatz wechselte, behielt das Turnier in Boston seinen Sandplatzbelag. Erst im Jahr 1992 entschloss man sich ebenfalls auf Hartplätzen zu spielen, dies wurde bis zur Einstellung des Turniers 1999 so belassen.

Sieger in der Open Era[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Jahr Sieger Finalgegner Finalergebnis
1999 RusslandRussland Marat Safin Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Greg Rusedski 6:4, 7:611
1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Chang NiederlandeNiederlande Paul Haarhuis 6:3, 6:4
1997 NiederlandeNiederlande Sjeng Schalken ChileChile Marcelo Ríos 7:5, 6:3
1990-1995: nicht Teil der ATP-Tour - 1996: nicht ausgetragen
1989 EcuadorEcuador Andrés Gómez (2) SchwedenSchweden Mats Wilander 6:1, 6:4
1988 OsterreichÖsterreich Thomas Muster Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lawson Duncan 6:2, 6:2
1987 SchwedenSchweden Mats Wilander (2) SchwedenSchweden Kent Carlsson 7:6, 6:1
1986 EcuadorEcuador Andrés Gómez (1) ArgentinienArgentinien Martín Jaite 7:5, 6:4
1985 SchwedenSchweden Mats Wilander (1) ArgentinienArgentinien Martín Jaite 6:2, 6:4
1984 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Aaron Krickstein ArgentinienArgentinien José Luis Clerc 7:6, 3:6, 6:4
1983 ArgentinienArgentinien José Luis Clerc (2) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Arias 6:3, 3:6, 6:0
1982 ArgentinienArgentinien Guillermo Vilas Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mel Purcell 6:4, 6:0
1981 ArgentinienArgentinien José Luis Clerc (1) ChileChile Hans Gildemeister 0:6, 6:2, 6:2
1980 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Dibbs ArgentinienArgentinien José Luis Clerc 6:2, 6:1
1979 Spanien 1977Spanien José Higueras ChileChile Hans Gildemeister 6:3, 6:1
1978 Spanien 1977Spanien Manuel Orantes (2) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Harold Solomon 6:4, 6:3
1977 Spanien 1938Spanien Manuel Orantes (1) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Dibbs 7:6, 7:5, 6:4
1976 SchwedenSchweden Björn Borg (3) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Harold Solomon 6:7, 6:4, 6:1, 6:2
1975 SchwedenSchweden Björn Borg (2) ArgentinienArgentinien Guillermo Vilas 6:3, 6:4, 6:2
1974 SchwedenSchweden Björn Borg (1) NiederlandeNiederlande Tom Okker 7:6, 6:1, 6:1
1973 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Arthur Ashe 6:3, 4:6, 6:4, 3:6, 6:2
1972 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Lutz NiederlandeNiederlande Tom Okker 6:4, 2:6, 6:4, 6:4
1971 AustralienAustralien Ken Rosewall Sudafrika 1961Südafrika Cliff Drysdale 6:4, 6:3, 6:0
1970 AustralienAustralien Tony Roche AustralienAustralien Rod Laver 3:6, 6:4, 1:6, 6:2, 6:2
1969 AustralienAustralien Rod Laver (2) AustralienAustralien John Newcombe 7:5, 6:2, 4:6, 6:1
1968 AustralienAustralien Rod Laver (1) AustralienAustralien John Newcombe 6:4, 6:4, 9:7

Doppel[Bearbeiten]

Jahr Sieger Finalgegner Finalergebnis
1999 ArgentinienArgentinien Guillermo Cañas
ArgentinienArgentinien Martín García
SudafrikaSüdafrika Marius Barnard
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten T.J. Middleton
5:7, 7:62 6:3
1998 NiederlandeNiederlande Jacco Eltingh (2)
NiederlandeNiederlande Paul Haarhuis (2)
SudafrikaSüdafrika Chris Haggard
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jack Waite
6:3, 6:2
1997 NiederlandeNiederlande Jacco Eltingh (1)
NiederlandeNiederlande Paul Haarhuis (1)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Randall
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jack Waite
6:3, 7:63
1990-1995: nicht Teil der ATP-Tour - 1996: nicht ausgetragen
1989 EcuadorEcuador Andrés Gómez (3)
ArgentinienArgentinien Alberto Mancini
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Todd Nelson
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Philipp Williamson
7:6, 6:2
1988 MexikoMexiko Jorge Lozano
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Todd Witsken
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Bruno Orešar
PeruPeru Jaime Yzaga
6:2, 7:5
1987 ChileChile Hans Gildemeister (2)
EcuadorEcuador Andrés Gómez (2)
SchwedenSchweden Mats Wilander
SchwedenSchweden Joakim Nyström
7:6, 3:6, 6:1
1986 ChileChile Hans Gildemeister (1)
EcuadorEcuador Andrés Gómez (1)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dan Cassidy
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mel Purcell
4:6, 7:5, 6:0
1985 BelgienBelgien Libor Pimek
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Slobodan Živojinović
AustralienAustralien Peter McNamara
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paul McNamee
2:6, 6:4, 7:6
1984 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Flach
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robert Seguso
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gary Donnelly
Puerto RicoPuerto Rico Ernie Fernandez
6:4, 6:4
1983 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Dickson
Brasilien 1968Brasilien Cássio Motta
ChileChile Hans Gildemeister
ChileChile Belus Prajoux
7:5, 6:3
1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Craig Wittus
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Meister
Sudafrika 1961Südafrika Freddie Sauer
Sudafrika 1961Südafrika Schalk Van Der Merwe
6:2, 6:3
1981 MexikoMexiko Raúl Ramírez (2)
TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Složil
ChileChile Hans Gildemeister
EcuadorEcuador Andrés Gómez
6:4, 7:6
1980 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gene Mayer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sandy Mayer
ChileChile Hans Gildemeister
EcuadorEcuador Andrés Gómez
1:6, 6:4, 6:4
1979 AustralienAustralien Syd Ball
AustralienAustralien Kim Warwick
SchweizSchweiz Heinz Günthardt
TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Slozil
4:6, 6:4, 6:4
1978 ParaguayParaguay Victor Pecci
UngarnUngarn Balázs Taróczy
SchweizSchweiz Heinz Günthardt
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Van Winitsky
6:3, 3:6, 6:1
1977 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brian Gottfried (2)
Sudafrika 1961Südafrika Bob Hewitt
NeuseelandNeuseeland Onny Parun
AustralienAustralien Ken Rosewall
6:2, 7:5
1976 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ray Ruffels
AustralienAustralien Allan Stone
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Cahill
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Whitlinger
3:6, 6:3, 7:6
1975 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brian Gottfried (1)
MexikoMexiko Raúl Ramírez (1)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Andrews
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Estep
4:6, 6:3, 7:6
1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Lutz
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stan Smith
DeutschlandDeutschland Hans-Jürgen Pohmann
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marty Riessen
3:6, 6:4, 6:3
1973 nicht ausgetragen
1972 AustralienAustralien John Newcombe
AustralienAustralien Tony Roche
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Arthur Ashe
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Lutz
6:3, 1:6, 7:6
1971 AustralienAustralien Roy Emerson (2)
AustralienAustralien Rod Laver (2)
NiederlandeNiederlande Tom Okker
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marty Riessen
6:4, 6:4
1970 AustralienAustralien Roy Emerson (1)
AustralienAustralien Rod Laver (1)
Agypten 1972Ägypten Ismail El Shafei
DanemarkDänemark Torben Ulrich
6:1, 7:6

Weblinks[Bearbeiten]