AUV ABYSS

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Das AUV ABYSS ist ein in Pocasset/Massachusetts von der Firma Hydroid, LLC, für die Ozeanforschung gebautes Unterwasserfahrzeug. AUV steht für Autonomous Underwater Vehicle. Der Name leitet sich vom Begriff „Abyssal“ der den Meeresboden zwischen 2000 m und 6000 m bezeichnet und seinem Einsatzort ab. Es hat die Möglichkeit durch ein Echolot den Meeresboden zu kartieren sowie mittels diverser Sensoren physikalische Parameter der Wassersäule zu messen. Betrieben wird das System mit hochmodernen Lithium-Batterien, die eine Tauchzeit von max. 22 Stunden ermöglichen.

Aktuelle Ausstattung[Bearbeiten]

  • eine Leitfähigkeits-, Temperatur- und Drucksonde (CTD)
  • ein Partikelsensor
  • ein hochauflösendes Fächer-Echolot
  • ein Seitensichtsonar
  • ein Sonar, das Tiefenprofile des Sediments erstellt
  • eine Fotokamera zur Kartierung und Dokumentation des Meeresbodens

Technische Spezifikationen[Bearbeiten]

Länge 4,00 m
Durchmesser 0,66 m
Gewicht (Luft): 880 kg / (Wasser): ca. +5 kg (Auftrieb)
Einsatztiefe 10–6000 m
Geschwindigkeit 2,5 - 3,5 Knoten
Einsatzzeit 20 Std. (Sidescan Sonar) / 16 Std. (Multibeam Sonar)
Max. Reichweite 100 km
Energieversorgung 2 Lithium-Ion-Batterie-Sätze à 5,6 kWh
Sensoren
  • Seabird SBE 49 FastCat CTD (gepumpte CTD zur Bestimmung der Leitfähigkeit, der Temperatur und des Wasserdrucks)
  • Wet Labs ECO FLNTU Fluorometer und Trübesensor
  • Edgetech 2200-MP Sidescan Sonar 120/410 kHz
  • Reson Seabat 7125 Multibeam 200/400 kHz

Bestand[Bearbeiten]

Mit Stand März 2014 existieren drei Exemplare des Typs, von denen eines beim Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (GEOMAR) in Kiel, die beiden anderen bei der Woods Hole Oceanographic Institution in den USA beheimatet sind.[1]

Einsatz[Bearbeiten]

Das AUV ABYSS ist so konzipiert, dass es auf allen mittleren und großen Forschungsschiffen eingesetzt werden kann. Extra für das System konzipiert wurde ein spezieller Rahmen (LARS), über den das Aussetzen und Einholen des AUV über das Schiffsheck oder die Seite erfolgen kann.

Alle drei AUV ABYSS gemeinsam kamen im Frühjahr 2011 bei der Suche nach dem Wrack von Air-France-Flug 447 im Atlantik zum Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Suche nach verschollener Boeing: Deutsche Ozeanforscher planen Einsatz mit Spezial-U-Boot. Spiegel Online, 23. März 2014, abgerufen am gleichen Tage.