Bundesautobahn 620

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Bundesautobahn 620 in Deutschland
Bundesautobahn 620
European Road 29 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 620
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 31 km

Bundesland:

Die Bundesautobahn 620 (Abkürzung: BAB 620) - Kurzform: Autobahn 620 (Abkürzung: A 620) – beginnt am Autobahndreieck Saarlouis und verläuft an Völklingen und Saarbrücken vorbei bis zum Dreieck Saarbrücken. Die Autobahn erfüllt dabei verschiedene Aufgaben: Zum einen dient sie als Teilstück der Verbindung zwischen Luxemburg und Saarbrücken (und von dort weiter zur A 6), zum anderen ist sie eine Umfahrungsstrecke für viele Ortsdurchfahrten entlang der mittleren Saar. Zudem fungiert das süd-östliche Teilstück der A 620 als Stadtautobahn für Saarbrücken. Die Bauarbeiten für diesen Abschnitt wurden 1961 begonnen und 1963 fertiggestellt. Die Eröffnung der A 620 erfolgt am 14. Dezember 1963 – bis dato hieß sie B 406. An diesem Tage wurde auch das Teilstück der A 6 zwischen St. Ingbert und Saarbrücken für den Verkehr freigegeben. Um den Bau der A 620 an der Saar entlang zu ermöglichen, wurde die Schlossmauer des Saarbrücker Schlosses um ca. 20 m versetzt und die daran angeschlossene Alte Brücke um mehrere Bögen gekürzt, die durch eine „Stahlprothese“ ersetzt wurden.

Die A 620 ist durchweg zweispurig in beide Richtungen ausgebaut, über weite Strecken fehlen jedoch Standstreifen auf beiden Seiten. Ein Kuriosum befand sich zwischen den Anschlussstellen Saarlouis-Lisdorf und Wadgassen: Eine ehemals dort vorhandene Behelfsbrücke über die Autobahn machte es erforderlich, dass die Autobahn einer engen Kurvenkombination folgen musste und nur eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubte. Im Rahmen der Umbauarbeiten wegen des Neuanschlusses der B 269 (Bous (Saar)/Ensdorf (Saar) und Frankreich) ist diese „Schikane“ seit Februar 2007 nicht mehr vorhanden. An dieser Stelle wurde die AS Ensdorf mit einem Brückenneubau über die Saar zur B 51 hin und einer Tangente zur B 269, die in Richtung Überherrn und weiter über die Grenze nach Frankreich verläuft, Mitte 2008 fertiggestellt. Die konkreten Planungen hierfür existierten bereits seit Mitte der 1980er Jahre.

Von der A 620 ist zwischen den Anschlussstellen Völklingen-Geislautern und Völklingen-Zentrum eine gute Aussicht auf das Weltkulturerbe Völklinger Hütte möglich.

Derzeit gibt es Planungen, die Autobahn in Saarbrücken im Bereich zwischen Bismarck- und Luisenbrücke durch einen Tunnel zu führen. Dies hat zum einen städtebauliche aber auch verkehrstechnische Gründe: einerseits überflutet die Saar bei einem Pegel von 3,90 m zwischen Bismarck- und Wilhelm-Heinrich-Brücke die Fahrbahn (etwa ein- bis zweimal jährlich für mindestens zwei Tage), andererseits könnte der Lärm und die Abgase, die durch die Autobahn entsteht, in den Tunnel verbannt werden und eine neue, so auch der offizielle Name, „Stadtmitte am Fluss“ entstehen. Aus diesem Grund wird die A 620 in diesem Bereich auch scherzhaft Nebenfluss der Saar mit 13 Buchstaben (= Stadtautobahn) genannt. Durch einen Tunnel könnten die damit verbundenen Sperrungen möglichst vermieden werden.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Bundesautobahn 620 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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