A Guerra da Beatriz

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Filmdaten
Originaltitel A Guerra da Beatriz
Produktionsland Osttimor
Originalsprache Tetum
Erscheinungsjahr 2013
Länge 98 Minuten
Stab
Regie Bety Reis
Luigi Acquisito
Drehbuch Irim Tolentino
Luigi Acquisto
Produktion Stella Zammataro
Besetzung

A Guerra da Beatriz (deutsch Der Krieg von Beatriz) ist der erste osttimoresische Spielfilm.[1] Er erschien 2013.[2]

Handlung[Bearbeiten]

Der Film orientiert sich an der Geschichte von Martin Guerre im Frankreich des 16. Jahrhunderts und versetzt sie in das Osttimor während der indonesischen Besatzung.[2]

Beatriz und Tomas heiraten im September 1975 in einem kleinen Dorf im Zentrum Portugiesisch-Timors. Im Dezember marschieren indonesische Truppen in das Land ein, das sich kurz davor unter dem Namen Osttimor für unabhängig erklärt hatte. Das junge Ehepaar muss wie viele andere aus seinem Dorf in die Berge fliehen. 1979 werden sie von den Indonesiern gefangen und in das Dorf Kraras umgesiedelt.

1983 bekommt Beatriz einen Sohn. Kurz darauf kommt es zum Kraras-Massaker, bei dem die indonesischen Soldaten, als Vergeltung für den Angriff des osttimoresischen Widerstands, alle männlichen Einwohner ermorden wollen. Auch das Leben des Babys ist bedroht. Tomas wird von den Soldaten gefangen genommen und verschwindet. Beatriz kann ihn aber später nicht unter den 200 Toten finden.

1999 endet die indonesische Besatzung. Die Vereinten Nationen übernehmen die Verwaltung, um das Land drei Jahre später in die Unabhängigkeit zu entlassen. 16 Jahre nach seinem Verschwinden kehrt Tomas zu Beatriz zurück. Ihm war es gelungen, in die Berge zu fliehen, wo er sich dem Widerstand anschloss. Beatriz erkennt, dass sich ihr Mann sehr verändert hat. Er ist reifer, weiser, geselliger und liebevoller.[3]

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde mit einem Budget von 200.000 $ in Osttimor gedreht. Originalsprache ist die Landessprache Tetum,[1] der Titel ist aber auf Portugiesisch.

Hauptdarstellerin Irim Tolentino begann ihre Schauspielkarriere bei der ersten einheimischen Theatergruppe Bibi Bulak. Sie spielte bereits im australischen Film Balibo (2009) und verschiedenen Theater- und Fernsehproduktionen mit. José da Costa hatte Rollen im australischen Fernsehzweiteiler Answered by Fire und in Balibo. Augusta, Eugenio und Doretea Soares sind Geschwister, Sandra da Costa ist ihre Cousine. Sie kommen alle aus der Theatergruppe Criansas Unidas. Osme Gonsalves ist ein bekannter Musiker, der auch bei Balibo und Bibi Bulak mitspielte. Funu Lakan ist ein ehemaliger Kommandant der Widerstandsbewegung FALINTIL und Soldat bei den Verteidigungskräften Osttimors.[4] Einige der Statistenrollen wurden von Witwen des Kraras-Massakers gespielt.[5]

Die Filmcrew bestand aus 30 Osttimoresen und vier Australiern.[6]

Am 17. September 2013 fand die Premiere von A Guerra da Beatriz in der Landeshauptstadt Dili statt. Innerhalb eines Monats wurde der Film in Osttimor in zahlreichen Open-Air-Vorstellungen vor 30.000 Zuschauern aufgeführt, da es ein richtiges Kino nur in Dili gibt.[1]

Der Film nimmt am Adelaide International Film Festival[1] und International Film Festival of India teil.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Sydney Morning Herald: Fresh start for East Timor's film scene, 2. Oktober 2013, abgerufen am 6. Oktober 2013
  2. a b The Film Catalogue: Beatriz's War
  3. A Guerra da Beatriz: Story, abgerufen am 6. Oktober 2013
  4. A Guerra da Beatriz: The Cast, abgerufen am 6. Oktober 2013
  5. The Adelaide Film Festival: Beatriz's War, abgerufen am 6. Oktober 2013
  6. A Guerra da Beatriz: The Team, abgerufen am 6. Oktober 2013