Aaldert Wapstra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aaldert Hendrik Wapstra (* 24. April 1922; † 2. Dezember 2006 in Naarden) war ein niederländischer experimenteller Kernphysiker.

Aaldert Wapstra

Wapstra studierte an der Universität Utrecht mit dem Doctoraalexamen cum laude 1947 und wurde 1953 bei C. J. Bakker an der Universität Amsterdam promoviert. Ab 1948 war er am Instituut voor Kernfysisch Onderzoek (IKO). 1951 und 1954 war er am Nobel-Institut in Stockholm. Er war seit 1955 Professor an er TU Delft. 1963 wurde er Leiter der Kernspektroskopie am NIKHEF (bzw. zunächst dessen Vorläufer IKO), dessen Direktor er 1965 bis 1983 war. 1987 wurde er emeritiert.

Er ist bekannt für Kernmassenbestimmung, teilweise in Zusammenarbeit mit Josef Mattauch vom Max-Planck-Institut für Chemie und G. Audi von der Universität Paris-Süd. Die Ergebnisse wurden in Nuclear Physics A veröffentlicht. 2004 erhielt er dafür die SUNAMCO Medaille der IUPAP und 1960 bis 1975 war er Vorsitzender der Kommission für atomare Massen der IUPAP. Außerdem war er Experte in Beta- und Gammaspektroskopie von Kernen. Mit Bob van Lieshout und Gerard Nijgh gab er die Nuclear Spectroscopy Tables heraus[1].

1956 bestätigte er mit Felix Boehm die Paritätsverletzungsentdeckung von C. S. Wu.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. North Holland/Interscience 1959