Aalenbach (Bühler)

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Aalenbach
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Der Aalenbach bei Kleinaltdorf

Der Aalenbach bei Kleinaltdorf

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238666
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Bühler → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Etwa 2 km nordöstlich von Vellberg-Lorenzenzimmern im Burgbergwald.
49° 8′ 18″ N, 9° 57′ 21″ O49.1383333333339.9558333333333450
Quellhöhe ca. 450 m ü. NN[1]
Mündung Bei Vellberg-Talheim in die Bühler49.0907777777789.8782777777778331.6Koordinaten: 49° 5′ 26,8″ N, 9° 52′ 41,8″ O
49° 5′ 26,8″ N, 9° 52′ 41,8″ O49.0907777777789.8782777777778331.6
Mündungshöhe 331,6 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 118,4 m
Länge 9,6 km[3][4]
Einzugsgebiet 19,3 km²[5]
Linke Nebenflüsse Mit 1 km Länge oder mehr:
Bach durch die Teufelsklinge, Brühlbach, Zimmerbach, Steppach, Echtbach
Siehe auch unten bei System der Zuflüsse
Rechte Nebenflüsse Mit 1 km Länge oder mehr:
Razenbach
Siehe auch unten bei System der Zuflüsse
Mittelstädte Crailsheim
Kleinstädte Vellberg

Der Aalenbach, im Unterlauf Äulesbach genannt, ist ein 9,6 km[4] langes Gewässer im nordöstlichen Baden-Württemberg, das unweit Vellberg-Talheim von rechts in die Bühler mündet.

Ursprung und Verlauf[Bearbeiten]

Der Aalenbach entspringt in dem Zipfel, den der Burgbergwald nordwestlich in Richtung Ilshofen-Eckartshausen ausstreckt, auf etwa 455 m, in einer Klinge wenige Schritte südlich der Kreuzung des Forstwegs von Ilshofen-Eckartshausen zum Burgberg mit dem Forstweg von Crailsheim-Ölhaus nach Vellberg-Lorenzenzimmern. Jeweils keinen Kilometer nordwestlich bzw. südöstlich dieser Stelle entspringen die etwas größeren Nachbargewässer Schmerach und Maulach. Ab der Quelle läuft der Bach in südwestliche Richtung, diese behält er bis zu seiner Mündung im Großen und Ganzen bei.

Nach etwa 700 m Strecke und etwa 30 m Gefälle tritt der Bach aus seiner Waldklinge heraus und in eine breite und flache Flurbucht ein, nimmt dann gleich von links den etwas längeren Bach aus der Dachsbauklinge auf und passiert anschließend den Gipstagebau im Gänswasen auf seinem rechten Hang, wobei ihn von links ein weiterer Zulauf aus der Teufelsklinge erreicht. Wenig später durchquert er in dort fast unmerklicher Mulde den Weiler Vellberg-Lorenzenzimmern, in dem er auch die L 1040 Oberschmerach–Vellberg schneidet, kurz danach laufen ihm von rechts her erst ein kurzer Graben, dann von links der Brühlbach zu. Seine Talmulde wird nun ausgeprägter, er nimmt nacheinander von rechts den Baierbach und den Razenbach auf, danach von links den Zimmerbach.

Auf seinem rechten Hang stehen nun die ersten Häuser des Dorfes Vellberg-Großaltdorf, das mit dem anschließenden Vellberg-Kleinaltdorf zusammengewachsen ist, ihre gemeinsame südwestliche Siedlungsgrenze folgt dem Bach auf fast 2 km halb über der Talmulde. Dabei unterquert dieser zunächst wieder die L 1040, nimmt dann von links den Steppach auf, seinen längsten Nebenfluss am Oberlauf, und schließlich erreicht die K 2665 aus Spaichbühl auf einem Straßendamm quer zur unteren Talmulde Kleinaltdorf. Nach der Ortsgrenze fließen ihm bald der Vogelsbach von links und der Mühlenbach von rechts zu, etwas talabwärts dann von rechts der Breitfeldgraben, der am Oberlauf das Gewerbegebiet Vellbergs begrenzt.

Während er auf seiner Strecke in der Flur bis jetzt, weithin begradigt, eingeböscht und die Mitte seiner Mulde haltend floss, beginnt er sich nun in enge Wiesenmäander zu legen. So erreicht er, dabei abermals die L 1040 unterquerend, den Vellberger Teilort Talheim, wo ihn von links sein längster Zufluss überhaupt erreicht, der Echtbach. Er zieht noch rechts zu Füßen der Talheimer Siedlung vorbei und wendet sich dann abrupt für die letzten 300 m seines Laufes nach Westen, um dann auf etwa 332 m von rechts in die Bühler zu münden. Zu seiner Linken liegt auf diesem letzten Abschnitt der kleine Bergstock der Vellberger Stöckenburg.

Im Abschnitt zwischen dem Quellklingenaustritt und Kleinaltdorf begleitet allenfalls spärliches Ufergehölz den Bach. Das Tal ist gering besiedelt und von landwirtschaftlicher Nutzung geprägt.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Aalenbachs umfasst 19,3 km². Im Nordwesten und Norden grenzt es an das der Schmerach an, im Nordosten kurz an das der Maulach, im Osten konkurriert die Speltach, im Süden der bei Vellberg-Eschenau in die Bühler mündende (Schneckenweiler) Lanzenbach. Westlich der Wasserscheide streben einige eher kurze Gewässer geradewegs zur Bühler, vor allem der Binsenwiesenbach und der Bach durch die Kappisklinge.

Der Aalenbach ist ein Stufenrandgewässer, das dicht vor dem Nordwestrand des Burgbergwaldes verläuft. Den meisten Zulauf erfährt er folglich von links, vor allem aus drei relativ langen Zuflüssen (Bach durch die Teufelsklinge, Steppach, Echtbach), die in das angrenzende Hochland weite Buchten oder steile Klingen eingegraben haben. Die Steppach zapft dabei von oben her mehr und mehr den (Frankenhardt-Bonolzhofer) Seebach an, einen der Quellbäche der Schmerach. Vom Nordhang des Hackenberges zum südlichen Echtbach-Oberlauf Seebach hinunter rutschen von Zeit zu Zeit Hangteile ab;[6] die starke Erosion am nördlichen Echtbach-Oberlauf Hilpertsklingenbach ist von einer am rechten oberen Klingenhang verlaufenden Forststraße aus unschwer einzusehen.

Geologie[Bearbeiten]

Der Aalenbach entspringt im Gipskeuper (Grabfeld-Formation) und verläuft größtenteils im Lettenkeuper.[7] Bei Kleinaltdorf schneidet sich das Bachbett auf einer Strecke von ungefähr einem Kilometer in den Oberen Muschelkalk.[8] Am Knick kurz vor seiner Mündung quert ihn die Vellberger Verwerfung.[9]

An den Hängen oder den Randbergen des Aalenbaches gibt es mehrere Stellen, wo Gips abgebaut wurde oder noch wird: Östlich von Lorenzenzimmern auf dem rechten Hangfuß im „Gänswasen”[10] ist ein kleinerer, aktiver Bruch. Nordwestlich Lorenzenzimmerns liegt ein schon aufgelassener Gipsbruch, der heute ein verbuschendes Naturschutzgebiet ist. Zwischen Großaltdorf und Talheim wird westlich des Tals an der Westseite des Äulesberg-Kuppe ein weithin sichtbarer Tagebau betrieben[11], an der Kreuzhalde auf der linken Talseite gegenüber gewinnt man aus einem Stollen bergmännisch Anhydrit.

Im Ortsbereich von Talheim folgt ein heute gefasster, kurzer Zufluss des Echtbachs dem Sträßchen von Hilpert her, er entspringt im Grenzbereich von Gipskeuper und Lettenkeuper und hat dort eine längere Kalksinterbank geschaffen.[12][6]

Gemeinden[Bearbeiten]

Nach dem ersten halben Kilometer im Wald, der auf Crailsheimer Gemarkung liegt, verläuft der Aalenbach nur noch auf Vellberger Gemarkung. Am Einzugsgebiet hat noch Frankenhardt östlich von Vellberg-Talheim einen kleinen Anteil, mit Berg und Forsthaus Neuberg; zu Ilshofen gehören unbedeutende Zwickel im Westen und Nordwesten.

System der Zuflüsse[Bearbeiten]

Zuflüsse sind jeweils unter dem aufnehmenden Gewässer eingerückt und dabei talabwärts sortiert. Namen nach der TK25 oder der LUBW-FG10, Längen auf der T25 gemessen und auf volle hundert Meter gerundet.

Quelle' des Aalenbachs im nordwestlichen Burgbergwald auf etwa 455 m ü. NHN im Gewann Rennschlag wenig südsüdwestlich eines Waldwegesterns in einer Klinge.

  • Bach durch die Dachsbauklinge, Flur Wolfsee mündet von links östlich von Vellberg-Lorenzenzimmern, 0,8 km lang.
  • Bach durch die Teufelsklinge, mündet von links gegenüber Flur Gänswasen östlich von Vellberg-Lorenzenzimmern, 1,7 km lang.
  • Graben wenig westlich und parallel zur L 1040 bei Vellberg-Lorenzenzimmern, mündet von rechts dicht nach Vellberg-Lorenzenzimmern, 0,4 km lang.
  • 'Brühlbach, mündet von links kurz nach Vellberg-Lorenzenzimmern, 1,0 km lang.
  • Baiersbach/Emersbach, mündet von rechts zwischen Vellberg-Lorenzenzimmern und Vellberg-Großaltdorf, 0,6 km lang.
  • Razenbach, mündet von rechts am östlichen Ortsrand von Vellberg-Großaltdorf, 1,3 km lang.
  • Zimmerbach, mündet von links gegenüber dem östlichen Ortsrand von Vellberg-Lorenzenzimmern, 1,6 km lang.
  • Steppach, mündet von links gegenüber Vellberg-Kleinaltdorf, 2,6 km lang.
    • Bach vom Königsbrunnen, mündet von links am Rand der Flurbucht zu Füßen der Steige der K 2665, 0,6 km lang.
  • Graben längs der K 2665, mündet von links gegenüber Vellberg-Kleinaltdorf, 0,4 km lang.
  • Vogelsbach, mündet von links unterhalb Vellberg-Kleinaltdorfs, 0,8 km lang.
  • Mühlenbach, mündet kurz danach von rechts, 0,9 km lang.
  • Graben nordöstlich der Flur Breitfeld, mündet von rechts, 0,6 km lang.
  • Breitfeldgraben, mündet von rechts beim Sonnenhof, 0,9 km lang.
  • Graben in Flur Käsäcker, mündet von rechts, 0,4 km lang.
  • Echtbach, mündet von links in Vellberg-Talheim, 3,2 km lang (Oberlauf Hilpertsklingenbach mitgerechnet).
    • Hilpertsklingenbach, rechter Quellast, Zusammenfluss südlich von Vellberg-Hilpert, 1,4 km lang.
    • Seebach, linker Quellast, Zusammenfluss südlich von Hilpert, 1,3 km lang.
      • Bach in nördlich verlaufender Waldklinge, mündet von links südlich von Frankenhardt-Neuberg, 0,5 km lang.
    • Bach durch die Brunnenklinge, mündet von rechts südwestlich von Vellberg-Hilpert, 1,7 km lang.
    • Bach mit Quellsinter, rechts längs der Straße von Hilpert nach Talheim, mündet von links in Talheim, 0,3 km lang.

Mündung des Aalenbachs auf 331,6 m ü. NN von rechts und zuletzt Osten in die Bühler bei Vellberg-Talheim, nordwestlich-unterhalb der Stöckenburg. Der Bach ist hier 9,6 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 19,3 km² hinter sich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblattschnitt die Karten Nr. 6825 Ilshofen und Nr. 6925 Obersontheim
  • „GK25“:Geologische Karte von Baden-Württemberg 1:25.000, Blatt 6925 Obersontheim, mit Erläuterungsheft, herausgegeben vom Geologischen Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1982

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach dem Höhenlinienbild auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  2. Texteintrag in Schwarz an der Mündung auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10 bei Maßstab etwas feiner als 1:5000.
  3. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  4. a b Bestimmt und gemessen auf der TK25.
  5. Summe der Teileinzugsgebiete nach LUBW-GEZG (Datensatzeinträge).
  6. a b Eigene Beobachtung.
  7. Geologische Übersichtskarte des LGRB.
  8. Geologische Karte 1:25.000 6825 Ilshofen.
  9. Geologische Karte 1:25.000 6925 Obersontheim.
  10. LGRB Baden-Württemberg, Steckbrief Geotope, Gipsbruch Lorenzenzimmern
  11. LGRB Baden-Württemberg, Steckbrief Geotope, Gipsgrube Äulesberg
  12. Erläuterungen zur Geologischen Karte 1:25.000, Blatt 6925, S. 41.