Aaronstolln

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Der Aaronstolln ist ein Stolln im Bergrevier Johanngeorgenstadt im sächsischen Erzgebirge.

Lage[Bearbeiten]

Am mittleren Fastenberg, auf dem sich Johanngeorgenstadt erstreckt, wurden 17. Jahrhundert mehrere Gruben zum Abbau unmittelbar benachbarter Erzgänge betrieben. Der tiefste Stolln dieser Gruben war der Aaron-Stolln, dessen Mundloch sich am Kirschbächel befand. Es liegt unweit des Endes der Heimberg genannten Straße.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Aaronstolln nebst Fundgrube und 13 Maaßen wurde im Quartal Luciae 1716 gemutet und in den ersten Jahren etwa 400 m in den mittleren Fastenberg hineingetrieben. Im Quartal Luciae 1722 wurde das Grubenfeld des im Quartal Luciae 1720 gemuteten Edle-Gabe-Gottes-Stolln aus Mangel an Gewerken dem Aaronstolln zugeschlagen. 1736 wurden Fundgrube und Stolln aufgelassen, doch flossen noch bis in das 20. Jahrhundert aus dem Aaronstolln Grubenwässer ab, da eine Verbindung zur höher gelegenen Elias-Fundgrube bestand. Die Abraumhalde und die Reste des Mundloches wurden nach 1946 beim anlegen des vorderen Schlammteiches beseitigt. Das Mundloch wurde nach der fachgerechten Verwahrung der Stollnreste durch die Bergsicherung Schneeberg Ende der 1990er Jahre rekonstruiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Teller: ABC der Johanngeorgenstädter Gruben. In: Nachrichtenblatt und Anzeiger für Johanngeorgenstadt und Umgebung, Nr. 5 v. 11. März 1993, S. 7–8.