Aarschot

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Aarschot
Blason Aarschot.svg Vlag-aarschot.gif
Aarschot (Flämisch-Brabant)
Aarschot
Aarschot
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Flämisch-Brabant
Bezirk Löwen
Koordinaten 50° 59′ N, 4° 50′ O50.9855555555564.830833333333314Koordinaten: 50° 59′ N, 4° 50′ O
Fläche 62,52 km²
Einwohner (Stand) 28.755 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 460 Einw./km²
Höhe 14 m
Postleitzahl 3200 (Aarschot, Gelrode)
3201 (Langdorp)
3202 (Rillaar)
Vorwahl 013 – 016 – 014
Bürgermeister André Peeters (CD&V)
Adresse der
Kommunalverwaltung
Stadhuis,
Ten Drossaarde 1,
3200 Aarschot
Webseite www.aarschot.be

lblels

Aarschot ist eine belgische Stadt an der Demer, die sich in der Provinz Flämisch-Brabant am Nordrand des Hagelandes befindet und rund 29.000 Einwohner hat.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Spätantike war Aarschot wahrscheinlich ein römisches Lager und im Mittelalter ein bedeutendes Handelszentrum. Seit 1125 bildete die Stadt den Mittelpunkt einer Herrschaft, die Kaiser Karl V. 1518 zur Markgrafschaft (Marquisat) und 1533 zum Herzogtum erhob und an eine Seitenlinie des Adelsgeschlecht Croÿ verlieh. Nach deren Aussterben im Jahr 1612 kam Aarschot an einen Zweig des Hauses Arenberg.[1]

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs kamen zwischen dem 19. August und 6. September 1914 156 Einwohner Aarschots bei deutschen Kriegsrepressalien ums Leben. Rund 400 männliche Einwohner wurden nach Deutschland deportiert.[2]

Siehe auch: Rape of Belgium

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Stadt befinden sich unter anderem Windmühlen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Bedeutend ist die Onze-Lieve-Vrouwekerk (Frauenkirche), eine Kirche im Stil der Demergotik aus den Jahren 1337 ff. mit hohem Turm, spätgotischem Lettner (1510–1525) und geschnitztem Chorgestühl mit originellen Miserikordien. Von den Befestigungsanlagen, die Aarschot im Mittelalter besaß, ist nur noch ein Turm übrig.

Bahnverbindungen und Wirtschaft[Bearbeiten]

Aarschot ist ein Eisenbahnknotenpunkt und liegt an der Bahnlinie TongerenBrüsselGentBrüggeKnokke. Weiters existieren Interregio-Verbindungen nach Antwerpen und Lüttich. Am Bahnhof Aarschot verkehren täglich circa 240 Züge.

Zu den in Aarschot betriebenen Wirtschaftszweigen gehören u. a. die Erzeugung von Batterien, Brauereien sowie Nahrungsmittelindustrie; bedeutend ist der Anbau von Spargel.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Evrard Op de Beeck: Aarschot, evolutie van een stadsbeeld. Aarschot 1982.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aarschot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München, 7. Aufl. 2007. ISBN 978-3-406-54986-1. S. 7.
  2. John N. Horne, Alan Kramer: German Atrocities, 1914: A History of Denial. Yale University Press, 2001, ISBN 0-300-10791-9, S. 29 f.