Aasee (Münster)

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Aasee
Der Aasee in Münster
Der Aasee in Münster
Geographische Lage: Nordrhein-Westfalen
Zuflüsse: Münstersche Aa
Abflüsse: Münstersche Aa
Städte am Ufer: Münster
Daten
Koordinaten 51° 56′ 58″ N, 7° 36′ 13″ OKoordinaten: 51° 56′ 58″ N, 7° 36′ 13″ O
Aasee (Münster) (Nordrhein-Westfalen)
DEC
Aasee
Höhe über Meeresspiegel 54 m
Fläche 0,402 km²
Maximale Tiefe 2 m
Besonderheiten künstlicher See, Wasserbusbetrieb

Der Aasee ist ein künstlich angelegter See in Münster, Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der in südwestlicher Richtung stadtauswärts gelegene See hat eine Fläche von 40,2 Hektar und eine Länge von etwa 2,3 km. Er ist bis zu zwei Meter tief. Der See wird von zahlreichen Grünflächen umgeben.

Der See staut das Regenwasser und sorgt für Frischluftzufuhr. Somit hat er eine bedeutende ökologische Funktion für die Stadt. Dies gilt auch für die naturnahe Umgebung, die eingezäunt als Brut- und Laichgebiet für Tiere dient.

[Bearbeiten] Geschichte

Der künstlich angelegte Aasee entstand in zwei Phasen. Begonnen wurde der Aushub kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, um die Hochwassergefahr für die Stadt Münster zu reduzieren. Der Bau wurde durch den Krieg aber unterbrochen, weitergeführt wurden die Arbeiten nach einem schweren Hochwasser 1925, 1934 war der See vollendet. 1972 bis 1976 wurde im Zuge der Baumaßnahmen für den Allwetterzoo Münster der Aasee südlich der Torminbrücke auf die doppelte Fläche erweitert.

Später wurden am Ufer des neuen Aasees Flachwasserzonen angelegt, die die Algenblüte eindämmen sollen. Erst 1996 wurde die Flusslandschaft der Umgebung bis zum Haus Kump naturnah umgestaltet. Das Ufer beleben inzwischen zahlreiche Skulpturen, die bekannteste davon ist die im Rahmen der Skulptur.Projekte 1977 entstandene Giant Pool Balls von Claes Oldenburg.

[Bearbeiten] Leben am Aasee

Das Naherholungsgebiet dient zwei Segel-Clubs als Segelrevier
Das Naherholungsgebiet dient zwei Segel-Clubs als Segelrevier
Der Aasee war im Januar 2006 komplett zugefroren
Der Aasee war im Januar 2006 komplett zugefroren
„Wasserbus Professor Landois“ auf dem Aasee
„Wasserbus Professor Landois“ auf dem Aasee

Heute ist der See Kernstück eines beliebten Naherholungsziels nahe dem Stadtzentrum. In strengen Wintern friert er vollständig zu.

Am Aasee liegen eine Jugendherberge, mehrere Studentenwohnheime, die Mensa am Aasee, der Allwetterzoo Münster mit dem Westfälischem Pferdemuseum Münster, das Westfälische Museum für Naturkunde mit Planetarium und das Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster. Es gibt zwei kleine Segelboothäfen mit Gastronomie. Ein Rad- und Wanderweg führt um den See, der auch zum Joggen (eine Runde entspricht etwa 5,7 km) benutzt wird. Jährlich findet eine Ruder-Regatta im Frühling sowie der Aaseepokal der Piraten, veranstaltet vom Segel-Club Münster, im Herbst, statt.

Mit dem „Wasserbus Professor Landois“ (nach Hermann Landois, dem Gründer des Zoos in Münster) kann man den Allwetterzoo mit dem Westfälischem Pferdemuseum und das Westfälische Museum für Naturkunde mit Planetarium sowie das Mühlenhof-Freilichtmuseum auf dem Wasserweg erreichen. Von der „Goldenen Brücke“ fährt der Wasserbus in 30 Minuten über das Freilichtmuseum Mühlenhof zum Allwetterzoo, auf dem Rückweg gibt es einen Zwischenstopp an der Torminbrücke.

[Bearbeiten] Die „Schwarze Petra“

Im Frühjahr 2006 tauchte ein Trauerschwan auf dem Aasee auf, der sich offenbar in eines der weißen Tretboote in Form eines Schwanes „verliebte“. In Münster wurde der Schwan aufgrund der Gefiederfarbe „Schwarzer Peter“ getauft. Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Schwan um ein Weibchen handelte, das fortan „Petra“ genannt wurde.

Da die Tretboote im Winter aus dem Wasser geholt werden, fand das „Schwanenpärchen“ aus Schwanendame „Petra“ und Tretboot im Allwetterzoo eine Bleibe und überwinterte dort, bevor es im März 2007 wieder auf den Aasee entlassen wurde.

[Bearbeiten] Wasserqualität

Das Baden im Aasee ist gegenwärtig verboten und wegen der schlechten Wasserqualität, insbesondere in den heißen Sommermonaten, auch nicht zu empfehlen. Allerdings gibt es Bestrebungen, die Wasserqualität zu verbessern. Hauptprobleme sind die durch Überdüngung entstehenden Blaualgen, Colibakterien und die Düngemittelzuleitung. Hautkontakt kann zu Schmerzen führen, beim Verschlucken kann es zu lebensgefährlichen Infektionen kommen. Außerdem wird die Sicherheit durch die geringe Wassertiefe gefährdet, die durch auf dem Grund liegende Fahrräder an manchen Stellen zusätzlich beschränkt wird.

Durch das Hygiene-Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wurden mit Hilfe chemischer Mittel (Eisen-III-Chlorid; das dreiwertige Eisenion bindet Phosphat und entzieht dem See dadurch Nährstoffe) mittlerweile vor allem die Blaualgen bereits wesentlich reduziert. Nach zweijährigem Einsatz wurden bereits gute Ergebnisse erzielt. Das Wasser ist wieder klar und ermöglicht den Blick bis auf den Grund und die im See schwimmenden Fische. Sollte diese Entwicklung anhalten, könnte der Aasee bis zum Jahr 2010 Badewasserqualität erreichen.

[Bearbeiten] Weblinks

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