Aavo Pikkuus

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Aavo Pikkuus (rechts) mit Hans-Joachim Hartnick bei der Friedensfahrt 1977

Aavo Pikkuus (* 23. November 1954 in Karepa, Vihula) ist ein ehemaliger sowjetischer Radrennfahrer, Rallyefahrer und derzeitiger Unternehmer estnischer Herkunft.

Leben und Erfolge[Bearbeiten]

Pikkuus trainierte ab 1968 auf dem Rennrad. Von 1972 bis 1981 gehörte Pikkuus der sowjetischen Radsport-Nationalmannschaft an. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal gewann er für die Sowjetunion im Mannschaftsfahren über 100 km die Goldmedaille.

1977 gewann er in der Einzelwertung die 1.648 km lange Internationale Friedensfahrt von Warschau über Berlin nach Prag. Im selben Jahr errang er bei den Weltmeisterschaften die Goldmedaille im 100 km Mannschaftsfahren. Bei den Weltmeisterschaft 1975 und 1978 holte er jeweils Silber.[1]

Bei den sowjetischen Meisterschaften feierte Pikkuus zwischen 1974 und 1981 große Erfolge: in verschiedenen Disziplinen gewann er insgesamt 19 Medaillen (12 goldene, 4 silberne und 3 bronzene). Neun Mal wurde er estnischer Meister.

Nach seiner aktiven Zeit als Radsportler war Aavo Pikkuus von 1981 bis 1995 als Rallyefahrer tätig. Mit seinem Partner Lehar Linno gewann er 1983 die estnische Saaremaa Ralli.

Mit Wiedererlangung der estnischen Unabhängigkeit gründete Pikkuus 1991 die Firma Pikkuus Sport und ist heute als Unternehmer tätig.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tiit Lääne: Eesti olümpiamedalivõitjad 1912–2006. Eesti Olümpiakomitee 2006, S. 38 f. (ISBN 9949-427-25-8)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eesti Elulood. Tallinn: Eesti Entsüklopeediakirjastus 2000 (= Eesti Entsüklopeedia 14) ISBN 9985-70-064-3, S. 372