Ab nach Kassel

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Lulu und Napoleon bei ihrer Abschiedsvorstellung, der Rheinfall liegt allerdings in der Schweiz, der Kalauer meint natürlich den Reinfall

Die Redewendung „Ab nach Kassel“ wird scherzhaft oder mit Unmut verwendet, wenn man sich von jemandem leichten Herzens trennt oder jemanden im Sinne von nur schnell weg schnell loswerden möchte.

Der Ursprung des Ausspruchs ist nicht mit letzter Sicherheit geklärt, auch ist besonders die oft angeführte Erklärung nicht zu belegen, dass sie aus dem 18. Jahrhundert stammt, als hessische Landesfürsten viele ihrer Soldaten in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg entsandten.

Belegt ist dagegen dieser Ausspruch für das Jahr 1870 aus Aachen. Auf dem dortigen Bahnhof riefen die Menschen nach der Schlacht bei Sedan dem gefangen genommenen Kaiser Napoléon III. „Ab nach Kassel“ zu, weil dieser mit dem Zug dorthin gebracht wurde. Erst seit dieser Zeit ist die Redewendung häufiger in Berichten nachzuweisen.

Die Stadt Kassel hat den Spruch in der Bedeutung umgekehrt und lange als Werbespruch verwendet.

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