Abaris
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Abaris war einer antiken Sage zufolge ein skythischer Magier (gr. iatromantes, Geistheiler) und Priester des Gottes Apollon.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Legende
Nach der Legende half dieser Abaris, als er vor einer in Skythien (im Kaukasus) wütenden Seuche nach Griechenland fliehen musste. Er rühmte sich, von Apollon einen goldenen Pfeil erhalten zu haben, der ihm magische Kräfte verlieh. Der Pfeil versetzte ihn in die Lage, sich unsichtbar zu machen, Krankheiten zu heilen und sogar – ähnlich einer Hexe auf ihrem Besen – durch die Lüfte zu fliegen, weshalb er zuweilen auch „der Luftwanderer“ genannt wurde. Ferner diente der Pfeil ihm als Orakel, welcher Prophezeiungen gab und Fragen beantwortete. Mit Hilfe des goldenen Pfeils soll Abaris viele Länder bereist und dort Heilungen und andere Wunder bewirkt haben. Später soll Abaris den magischen Pfeil seinem Schüler (oder Mitgelehrten) Pythagoras, Sohn des Mnesarchos, geschenkt haben (manche Quellen geben auch an Pythagoras habe ihm den Pfeil gestohlen), der ihn dafür in die pythagoreischen Mysterien und Zahlenreihen eingeweiht haben soll.
[Bearbeiten] Erwähnungen
Abaris wird bei Herodot, Suidas, Pindar und Strabon erwähnt und manchmal auch als „der Hyperboräer“ bezeichnet. Die Berichte und Legenden über Abaris sind höchst widersprüchlich, auch soll Herodot seine Existenz bezweifelt haben.
[Bearbeiten] Mehrdeutigkeit
Ein weiterer Held mit dem Namen Abaris wird in Vergils Aeneis geschildert. Unter Turnus, einem König der römischen Mythologie, kämpfte dieser Abaris gegen den nach Italien eingedrungenen Aeneas. Im Neunten Gesang (Vers 341-344) heißt es:
- Auch nicht weniger mordet Euryalus. Selber entbrannt auch Wütet er; viele derweil aus namenloserem Volke, Abaris streckt er, und Rhötus dahin, Herbesus und Fadus, Alle betäubt; nur Rhötus war wach und schauete alles;
[Bearbeiten] Ableitungen
Anklänge des Abaris-Mythos findet man auch bei Bladdud, dem legendären Gründer der vorrömischen Stadt Bath, dem man ebenfalls die Fähigkeit zu fliegen zuschrieb. Weiterhin soll er nach der Legende, ebenso wie Abaris, Griechenland besucht haben und dort in die Mysterien eingeweiht worden sein. Möglicherweise wurden hier zwei Mythen miteinander vermischt bzw. gleichgesetzt.
Abaris war auch der Ordensname Johann Wolfgang von Goethes bei den Illuminaten. Beweise liefert der 10 Band der Illumiatenakten, worin auch Goethes Beitrittserklärung steht. Die Akten sind in deutsch verfasst und der in schwarzem Leder eingebundene Band ist bis heute in Besitz Russlands. Der 10. Band mit dem in Goldschrift aufgesetzten Schriftzug „Reverse und Lebensläufe“ galt bis 1991 als verschollen. Bis heute verweigert Russland die Übergabe an Deutschland und beharrt darauf, da die Dokumente zu wichtig für die Interessen des eigenen Landes seien.[1]
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Abaris |
| KURZBESCHREIBUNG | skythischer Magier und Priester |

