Abbas (Fotograf)

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Abbas, eigentlicher Name Abbas Attar (* 1944 im Iran) ist ein iranisch-französischer Fotojournalist und Mitglied der Fotoagentur Magnum Photos.

[Bearbeiten] Leben

Der studierte Kommunikationswissenschaftler emigrierte bereits im Alter von 8 Jahren nach Frankreich. Er beginnt 1964 für algerische Zeitungen zu fotografieren. Im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees dokumentierte er 1968 u.a. die Spiele in Mexiko. Von 1970 - 71 arbeitet Abbas als freier Fotograf für Jeune Afrique. Zahlreiche Reisen in Krisenregionen wie Biafra, Bangladesch oder Nordirland sollten folgen. 1974 tritt Abbas der Fotoagentur Gamma bei und dokumentiert Missstände in der dritten Welt. International bekannt wird Abbas durch Fotografien über die Zustände der Apartheid in Südafrika und über die Revolution im Iran.

Abbas verlässt 1981 Gamma und wird Magnum-Kandidat; ab 1983 ist er außerordentliches Mitglied der Agentur. Für Magnum unternimmt er zahlreiche Fotoreportagen und wird 1985 Vollmitglied bei Magnum. 1986 konzentriert sich Abbas auf die Modefotografie. Ab 1987 beginnt er mit seiner großangelegten Dokumentation über den Islam und versucht sich mit der Religion in einer eindrucksvollen Bildsprache auseinanderzusetzen.

„Beim Fotografieren sehe ich schwarzweiß. Ich befinde mich dabei in einem Zustand der Gnade: Im vollen Bewusstsein für Licht und Bewegung nehme ich ein Ereignis in seinen politischen, sozialen, religiösen oder auch in seinen rein ästhetischen Dimensionen wahr. Zugleich entwickle ich eine Vorstellung vom Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Tier. In Schwarzweiß fällt mir das leichter, weil Schwarzweiß nicht real ist. Die Farbe lenkt ab. Meine Fotografie ist eine Form des Denkens.“ (Abbas)

[Bearbeiten] Weblinks

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