Abbesche Invariante
Die Abbesche Invariante stellt in der paraxialen Optik den Zusammenhang zwischen objektseitiger und bildseitiger Schnittweite von Lichtstrahlen dar, die an einer Fläche gebrochenen werden.[1]
Die Abbesche Invariante lautet als Gleichung:
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s, s' = objektseitige bzw. bildseitige Schnittweite,
r = Krümmungsradius der brechenden Fläche,
n, n' = Brechzahl vor bzw. nach der Fläche.
Die Gleichung besagt, dass die lineare Beziehung zwischen Brechzahl, Radius und Schnittweite vor und nach der Brechung eine konstante Größe behält.[2]
Diese Invariante ist nach Ernst Abbe benannt. Sie stellt eine Grundlage für die Ableitung aller Gesetzmäßigkeiten der optischen Abbildung im achsnahen Gebiet dar.[2] Eine andere diesbezügliche Grundaussage ist die Helmholtz-Lagrangesche Invariante.
[Bearbeiten] Herleitung der Gleichung
In den Dreiecken ACO und ACO' bestehen folgende Beziehungen nach dem Sinussatz:
und
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Die erste durch die zweite Beziehung geteilt:
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Mit dem Brechungsgesetz n sinε = n' sinε' :
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Im paraxialen Gebiet sind die Winkel σ und σ' so klein, dass für die Strahllängen l und l' die Schnittweiten s bzw. s' gesetzt werden können. Damit erhält man:
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[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Heinz Haferkorn: Optik: Physikalisch-technische Grundlagen und Anwendungen, Barth, 1994, ISBN 3-335-00363-2, S. 185/86
- ↑ a b Fritz Hodam: Technische Optik, VEB Verlag Technik, 2. Auflage, 1967, S. 42
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und
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