Abdallāh ibn Salām

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Abdallāh ibn Salām (arabisch ‏عبد الله ابن سلام‎, DMG ʿAbdallāh ibn Salām), gest. 43 A.H./663-664 n. Chr., war ein Jude in Medina , der sich dem Propheten Mohammed anschloss. Den Namen Abdullah (Diener Gottes) erhielt er gemäß der Überlieferung vom Propheten gelegentlich seiner Konversion zum Islam. Der genaue Zeitpunkt dieses Ereignisses ist umstritten: während in Überlieferungen, die auf seine Nachkommen zurückgeführt werden, betont wird, dass er schon vor der Hidschra in Mina konvertiert sei, erfolgte sie anderen Überlieferungen zufolge erst kurz nach der Hidschra. Ein dritter Bericht datiert seine Konversion auf das Jahr 8 A.H. (629/630 n. Chr.). Allgemein wird Abdallāh ibn Salām dem jüdischen Stamm der Qainuqa zugerechnet, nach einer Quelle, die der medinische Lokalhistoriker Samhūdī zitiert, gehörte er jedoch dem sonst unbekannten Stamm der Zayd Allāt an.[1]

In der islamischen Tradition ist Abd Allāh ibn Salām zu einem Repräsentanten der jüdischen Schriftgelehrten Yathribs geworden, die die Erwähnung seiner Prophetie in der Bibel bejahend Mohammeds Botschaft akzeptiert haben und ihn vor den Intrigen ihrer früheren Glaubensbrüder geschützt haben.

Belege[Bearbeiten]

  1. Vgl. Lecker 65f.

Literatur[Bearbeiten]

  • Encyclopaedia Judaica. 2nd Edition. Macmillan Reference USA, Detroit. Bd. 1, S. 241 (Abdallah ibn Salām)
  • J. Horovitz: Art. "ʿAbd Allāh b. Salām" in The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. I, S. 52.
  • Michael Lecker: The 'Constitution of Medina'. Muḥammad's First Legal Document. Princeton, New Jersey 2004. S. 63-66.