Abdominale Epilepsie

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Abdominale Epilepsie ist eine sehr seltene gastrointestinale Störung, verursacht durch epileptiforme Krampfaktivität. Während ein kausaler Zusammenhang zwischen der Anfallsaktivität und den gastrointestinalen Symptomen bisher nicht bewiesen wurde, können sie nicht durch andere pathophysiologische Mechanismen erklärt werden und zeigen eine Verbesserung nach antikonvulsiver Behandlung. Abdominale Epilepsie kann eine seltene Ursache fortwährend auftretender abdominaler Schmerzen sein.[1][2][3][4][5] Sie wurde als eine Art von Epilepsie des Temporallappens beschrieben.[6] Ansprechen auf Antikonvulsiva kann die Diagnose unterstützen.[7]

Inzidenz[Bearbeiten]

Während belastbare Einschätzungen der Inzidenz fehlen, wird abdominale Epilepsie als sehr selten eingestuft. Die meiste veröffentlichte medizinische Literatur, die sich mit abdominaler Epilepsie beschäftigt, besteht in Form von individuellen Fallberichten. Ein 2005 veröffentlichter Übersichtsartikel fand eine Summe von 36 beschriebenen Fällen in der medizinischen Literatur.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Für gewöhnlich wird es Trousseau zugeschrieben, im Jahre 1868 als Erster diesen Zustand bei einem Jungen mit krampfartigen gastrointestinalen Symptomen, die in tonisch-klonischen, epileptischen Anfällen gipfelten, beschrieben zu haben. Der erste Bericht von abdominaler Epilepsie unterstützt durch EEG-Aufzeichnungen wurde 1944 in einem Artikel von M.T. Moore veröffentlicht, gefolgt durch weitere Fallberichte von derselben Gruppe.[8][9]

Literatur[Bearbeiten]

  1.  S. R. Dutta, I. Hazarika, B. P. Chakravarty: Abdominal epilepsy, an uncommon cause of recurrent abdominal pain: a brief report. In: Gut. 56, Nr. 3, März 2007, S. 439–441, doi:10.1136/gut.2006.094250, PMID 17339252, PMC 1856820 (freier Volltext).
  2.  D. Eschle, A. M. Siegel, H. G. Wieser: Epilepsy with severe abdominal pain. In: Mayo Clin. Proc. 77, Nr. 12, Dezember 2002, S. 1358–1360, doi:10.4065/77.12.1358, PMID 12479525.
  3. a b  N. T. Zinkin, M. A. Peppercorn: Abdominal epilepsy. In: Best Pract Res Clin Gastroenterol. 19, Nr. 2, April 2005, S. 263–274, doi:10.1016/j.bpg.2004.10.001, PMID 15833692.
  4.  M. Levendorf: Chronic abdominal pain and abdominal epilepsy. In: Am Fam Physician. 61, Nr. 1, Januar 2000, S. 50, PMID 10643951.
  5.  M. A. Peppercorn, A. G. Herzog: The spectrum of abdominal epilepsy in adults. In: Am. J. Gastroenterol. 84, Nr. 10, Oktober 1989, S. 1294–1296, PMID 2801681.
  6.  N. Topno, M. S. Gopasetty, A. B. L. Kudva: Abdominal epilepsy and foreign body in the abdomen--dilemma in diagnosis of abdominal pain. In: Yonsei Med. J. 46, Nr. 6, Dezember 2005, S. 870–873, doi:10.3349/ymj.2005.46.6.870, PMID 16385668, PMC 2810606 (freier Volltext).
  7.  P. D. Singhi, S. Kaur: Abdominal epilepsy misdiagnosed as psychogenic pain. In: Postgrad Med J. 64, Nr. 750, April 1988, S. 281–282, doi:10.1136/pgmj.64.750.281, PMID 3186570, PMC 2428499 (freier Volltext).
  8. M. T. Moore: Paroxysmal abdominal pain: a form of focal symptomatic epilepsy. In: JAMA. 1944 124, S. 561–563.
  9.  M. T. Moore: Abdominal epilepsy versus "abdominal migraine". In: Ann. Intern. Med. 33, Nr. 1, Juli 1950, S. 122–133, PMID 15426097.
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