Abdul Ali Mazari

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Abdul Ali Mazari (persisch ‏عبدلعلی مزاری‎, ʿAbd al-ʿAlī Mazārī; * 1946 in Chahar Kint, Balkh, Afghanistan; † März 1995 in Ghazni, Afghanistan) war ein politischer Führer der Hezb-e Wahdat während und nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan. 1995 wurde er von den Taliban ermordet.

Mazari, ein Angehöriger der Ethnie der Hazara, vertrat die Meinung, dass die Lösung von Afghanistans politischen Problemen in der Konstitution eines Bundesstaates liege, in dem alle Ethnien Afghanistan vertreten und mit gleichen Rechten ausgestattet sind.[1]

Leben[Bearbeiten]

Mazari wurde in einem kleinen Dorf im Norden des Distrikts Chahar Kint geboren. Wie die meisten Angehörigen seiner Ethnie war er Schiit. Er besuchte die Koranschule seines Dorfs und setzte sein Studium zunächst in Qom im Iran fort, wo er gefangen, der Verschwörung gegen den Schah beschuldigt und gefoltert wurde. Als sowjetische Truppen in Afghanistan einfielen, kehrte er in sein Land zurück, um sich am Kampf gegen die sowjetische Okkupation zu beteiligen.

1989, noch im Iran, gründete er die Nasr-Partei und wenig später in Afghanistan das Parteieinbündnis "Hezb-e Wahdat-e Islami Afghanistan" ("Partei der Islamischen Einheit in Afghanistan", in Dari: حزب وحدت اسلامی افغانستان), in der sich verschiedene Widerstandsgruppen zusammenfanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mazari, Abdul Ali (1995 (1374 AH)) Iḥyā-yi huvyyat: majmū‘ah-’i sukhanrānīha-yi shahīd-i mazlūm ... Ustād ‘Abd ‘Ali Mazāri (rah) (Resurrecting Identity: The collected speeches of Abdul Ali Mazari) Cultural Centre of Writers of Afghanistan, Sirāj, Qum, Iran, OCLC 37243327