Abelien

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Abelien
Blütenstand der Hybride Abelia × grandiflora

Blütenstand der Hybride Abelia × grandiflora

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Linnaeoideae
Gattung: Abelien
Wissenschaftlicher Name
Abelia
R.Br.

Die Abelien[1] (Abelia) sind eine Gattung von reichblühenden und duftenden Sträuchern aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom Himalaya bis Ostasien, eine Art wächst in Mexiko.

Beschreibung[Bearbeiten]

Abelien sind niedrige bis mittelhohe, laubabwerfende Sträucher mit kleinen, eiförmig-rundlichen Winterknospen. Die Blätter stehen gegenständig, selten in Wirteln von drei bis vier. Sie sind kurz gestielt und haben keine Nebenblätter. Die Blattspreite ist ganzrandig oder hat einen gesägten Blattrand. Die Blüten stehen einzeln oder in Paaren in den Achseln der Blätter. Die zwei bis fünf Kelchblätter sind länglich-elliptisch und vergrößern sich mehr oder weniger bis zur Fruchtreife. Die weiße, gelbe, rosafarbene oder rote Corolla ist fünfzipfelig, leicht zygomorph, röhrig, trichterförmig oder glockig. Der Fruchtknoten ist unterständig und dreifächrig, wobei nur ein Fach fruchtbar ist. Je Blüte werden vier Staubblätter gebildet. Die Früchte sind längliche, ledrige Achänen, die vom bleibenden Kelch gekrönt werden.[2][3]

Verbreitung[Bearbeiten]

Arten der Abelien findet man vom Himalaya bis Ostasien, eine Art auch in Mexiko[4].[3]

Systematik und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Blütenstände von Abelia chinensis
Illustration zu Abelia uniflora

Die Abelien (Abelia) sind eine Gattung in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae), dort wird sie zusammen mit den Gattungen Dipelta, Kolkwitzia und Linnaea der Unterfamilie Linnaeoideae zugeordnet.[5] Sie wurde von Robert Brown 1818 aufgestellt[3]. Der Name Abelia ehrt den britischen Arzt, Botaniker und Naturforscher Clarke Abel[2]. Der Gattung gehören etwa 40 Arten an:

Verwendung[Bearbeiten]

Abelien sind schönblühende Sträucher mit zahlreichen, duftenden Blüten. Nur wenige Arten der Gattung sind jedoch ausreichend frosthart, um in Mitteleuropa kultiviert zu werden.[2]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 60.
  • Renata Borosova: Abelia. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-04-9, S. 644.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 60
  2. a b c Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 60
  3. a b c Renata Borosova: Abelia in der Flora of China, Volume 19, S. 644.
  4. Abelia. In: Flora of Pakistan. Abgerufen am 20. Januar 2012 (englisch).
  5. Abelia. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 20. Januar 2012 (englisch).
  6. Abelia. In: The Plant List. Abgerufen am 20. Januar 2012 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Abelien (Abelia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien