Abelscher Grenzwertsatz

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Der Abelsche Grenzwertsatz beschreibt unter welchen Bedingungen sich eine als Potenzreihe definierte Funktion stetig auf die Ränder des Konvergenzintervalls fortsetzen lässt.


Sei  \sum_{n=0}^\infty a_n eine konvergente Reihe reeller Zahlen. Dann konvergiert die Potenzreihe  \sum_{n=0}^\infty a_n x^n gleichmäßig auf dem Intervall [0,1] und die durch sie definierte Funktion f(x)=\sum_{n=0}^\infty a_n x^n ist stetig auf [0,1] mit f(1)=\sum_{n=0}^\infty a_n .

[Bearbeiten] Anwendung

Die Umkehrfunktion der Tangensfunktion besitzt auf dem Intervall (0,1)\subset(-1,1) die folgende Darstellung als Potenzreihe: \arctan(x)=\sum_{n=0}^\infty (-1)^n \frac{x^{2n+1}}{2n+1}.

Die Reihe \sum_{n=0}^\infty (-1)^n \frac{1}{2n+1} konvergiert nach dem Leibniz-Kriterium und somit liefert der Abelsche Grenzwertsatz die Identität:

\frac{\pi}{4}= \arctan(1)=\sum_{n=0}^\infty (-1)^n \frac{1}{2n+1}

[Bearbeiten] Literatur

  • Kurt Endl,Wolfgang Luh: Analysis II. Eine integrierte Darstellung.7-Auflage, Aula-Verlag Wiesbaden 1989, S.205.
  • Heuser: Lehrbuch der Analysis - Teil 1. 6-te Auflage, Teubner 1989, ISBN 3-519-42221-2, S.367
  • Vieweg Mathematik Lexikon,Vieweg-Verlag (1988).

[Bearbeiten] Weblinks

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