Abenaki

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Die Abenaki (auch Aberginier, Abnaki, Wabanaki oder Wippanap) waren eine Konföderation indianischer Völker gegen den militärisch starken Irokesenbund im Nordosten der USA und dem angrenzenden Kanada.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stämme

Zu dieser Konföderation gehörten eine große Anzahl einzelner Stämme; die bekanntesten waren:

Zudem waren sie in 14 Clans unterteilt:

  • Mals'-sŭm (=„Wolf“)
  • Ta-mä'-kwa (=„Biber“)
  • Pis-suh (=„Schwarze Wildkatze“)
  • Maguh-le-loo (=„Karibu“)
  • Ah-weh'-soos (=„Bär“)
  • Kä-bäh'-seh (=„Stör“)
  • Skooke (=„Schlange“)
  • Moos-kwä'-suh (=„Bisam“)
  • Ah-lunk-soo („Geflecktes Tier“)
  • K'-che-gä-gong'-go (=„Taube, Falke“)
  • Meh-ko-ä (=„Eichhörnchen“)
  • Che-gwä'-lis (=„gefleckter Frosch“)
  • Koos-koo (=„Kranich“)
  • Mä-dä'-weh-soos (=„Stachelschwein“)

Die Zuordnung zur eigentlichen Abenaki-Stammesgruppe wird, unter der Berücksichtigung einer gemeinsamen Sprache und Kultur, allerdings enger gefasst. Das Handbook of North American Indians ordnet den eigentlichen Abenaki die folgenden Stämme zu:

[Bearbeiten] Name

Die früheste Anwendung des Begriffs Abenaki (Wâbŭna'ki, von wâbŭn =„hell, weiß“ und verdeutlichte den Sonnenaufgang und Osten a`ki =„Erde“, „Land“, d. h. Wâbŭna'ki bedeutete so viel wie „Leute, die im Osten leben“ oder „Leute, des Sonnenaufgangs“) in seinen verschiedenen Schreibweisen scheint französisch zu sein. Samuel de Champlain, die Jesuiten-Berichte und andere Quellen gebrauchten die Bezeichnung etwa nach dem Jahre 1630 und gaben den früheren Ausdruck Etchemin auf. Viele späteren Schriftsteller fassten sie mit den Western Abenaki unter dem Begriff Openango (verschiedene Schreibweisen) zusammen. Englische Schriftsteller des 17. Jahrhunderts nannten die Östlichen Abenaki gewöhnlich einfach Eastern Indians. Im 19. Jahrhundert wurde der Ausdruck Tarrantiner, ein englischer Name für die Micmac aus dem 17. Jahrhundert, wieder aufgegriffen (als Tarratine) und irrtümlicherweise für die Penobscot angewendet. Außerdem existieren eine Anzahl verschiedener anderer obskurer und verwirrender Bezeichnungen für die Abenaki.

[Bearbeiten] Geschichte

Ersten Kontakt zu den Weißen gab es 1604 durch den Franzosen Samuel de Champlain nahe der heutigen Stadt Bangor. In den englisch-französischen Kolonialkriegen verbündeten sich die Abenaki mit Frankreich. Nach dessen Niederlage zerbrach der Abenaki-Bund 1725. Nach Überfällen auf britische Siedlungen eines Teils der Abenaki während des Franzosen- und Indianerkriegs (1754-1763) überfielen britische Truppen unter Major Robert Rogers die Hauptsiedlung dieses Teilstamms, brannten sie nieder und töteten zahlreiche ihrer Krieger.

Noch heute kämpfen die Abenaki gegen die Regierungen von USA und Kanada um verschiedene Gebiete. Die Überlappung der Gebietsansprüche in Maine, USA und New Brunswick, Kanada und die Grenze innerhalb der Passamaquoddy Bay verkomplizieren die Gespräche weiter.

[Bearbeiten] Synonyme

Synonyme der Abenaki und ihrer wichtigsten Abteilungen:

Abenaki Pigwacket Arosaguntacock Kennebec Penobscot
Abenaque Pagwaki Alsigantegwi Camba Pamnaouamske
Abenaquois Peckwalket Amarascoggin Canaba Panagamsde
Abenaqui Pequoaki Amasagunticook Caniba Panahamsequit
Abnasque Pegwacket Amereangan Carriba Panamske
Abenaki Pegwackug Amircankanne Kaniba Panaomske
Abonnekee Pehgwoket Amireaneau Kanibat Panaonke
Albenaqui Pequaket Ammascoggen Kanibesinnoak Panaouanbskek
Anagonge Pequawket Amonoscoggan Kenabeca Panawamske
Mawooshen Pequawett Amrescoggin Kenebecka Panawanscot
Moasham Pickpocket Anasaguntacook Kenabe Panawanbskek
Obenaki Pickwacket Androscoggin Kinibeki Pemetegoit
Onagunga Picwocket Anmoughcawgen Aridgevoak Pemtegoit
Onnogonge Piggwacket Annirkakan Aridgewoak Penaubsket
Openago Piguachet Arouseguntecook Arransoak Penaske
Openango Pigwachet Arunseguntecook Nalatchwaniak Penobskeag
Ouabenaquis Pigwolket Arreguntenock Namgauck Pentagoet
Oubenaquis Piquachet Arreraguntecook Nanrantsoak Pentagonett
Oubenaki - Assagunticook Nantansouak Pentagouetch
Owenagunge - Ersegontegog Naragooe Pintagone
Wabanaki - - Naranchouak Ponobscot
Wabnaki - - Narangawock Ponobscut
Wappeno - - Narautsouak -
Wobanaki - - Norridgewock -

[Bearbeiten] Literatur

  • Frederick Matthew Wiseman: The Voice of the Dawn. An Autohistory of the Abenaki Nation, University Press of New England, Hanover 2001.
  • Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Volume 15: Northeast. Smithsonian Institution Press, Washington D.C. 1978, ISBN 0-16-004575-4.
  • Sylvie Savoie: Le chef abénaquis Nescambiouit et l’alliance franco-abénaquise. In: Recherches amérindiennes au Québec. 33, 2003, 2, ISSN 0318-4137, S. 18–28.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Abenaki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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