Abendhandschuh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Abendkleid von Christian Dior mit passenden Handschuhen

Als Abendhandschuhe (oder auch Opernhandschuhe) werden gemeinhin lange, zum Teil bis zum Oberarm und höher reichende Damenhandschuhe bezeichnet, die zu Abendkleidern, Ballkleidern und Gesellschaftskleidern getragen werden. Gebräuchliste Materialien für Abendhandschuhe sind Leder, Satin oder Samt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert nur noch selten, tauchten Damenhandschuhe erst wieder im Directoire und Empire auf. Sie waren umso länger, je kurzärmeliger die Ballkleider wurden. Im Biedermeier trug die Dame zu kurzärmeligen Ballkleidern weiße Handschuhe, die unterhalb des Ellenbogens in einer „Schniepe“ genannten Spitze endeten. Durch das ganze 19. Jahrhundert bis lange in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts blieben Damenhandschuhe unterschiedlicher Länge modische Accessoires der Ball- und Abendgarderobe (lange Handschuhe waren z.B. ein wichtiges Stilmittel in Christian Diors New Look) und wurden auch bei anderen gesellschaftlichen Anlässen getragen. Auch heute noch werden Abendhandschuhe zu besonders festlichen Anlässen (z.B. dem Wiener Opernball) oder aber von Frauen, die ihrer Kleidung eine elegante Note verleihen wollen, getragen.

Trivia[Bearbeiten]

Die wahrscheinlich bekanntesten Filmszenen, in denen Abendhandschuhe getragen wurden, sind die von Rita Hayworth in Gilda[1] (1946), von Marilyn Monroe (1953) in Blondinen bevorzugt[2] und von Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany[3] (1961).

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erika Thiel: Geschichte des Kostüms. Henschel-Verlag, Berlin, 2004 (8. Aufl.), ISBN 3-89487-260-8, S. 212.
  • Georg Himmelheber: Kunst des Biedermeier 1815-1835. Prestel Verlag, München 1988, ISBN 3-7913-0885-8, S. 65.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Put the blame on mame auf YouTube
  2. Diamonds are a girl's best friend auf YouTube
  3. Breakfest at Tiffany's, Anfangsszene auf YouTube

Weblinks[Bearbeiten]