Abendstern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Abendstern (Begriffsklärung) aufgeführt.
Zunehmende Mondsichel und Abendstern bei Abenddämmerung

Als Abendstern wird das hellste nach Sonnenuntergang hervortretende Gestirn bezeichnet, insbesondere der Planet Venus, wenn er in einem 19-Monate-Zyklus etwa sieben Monate lang mehrere Stunden am Abend sichtbar ist. Morgenstern und Abendstern sind identisch, was einstmals unbekannt war. Ihre Erscheinungszeit ist abhängig von der jeweiligen Position zur Sonne: als Abendstern bei östlicher, als Morgenstern bei westlicher Elongation. Wenn Venus monatelang Abendstern war, wandert sie einige Wochen lang unsichtbar vor der Sonne vorbei und wird dann für sechs bis sieben Monate Morgenstern (für die Stellungen der 2010er Jahre siehe die Liste der Venuspositionen).

In der griechischen Mythologie hieß der Abendstern Hesperos, ist dort aber weniger bedeutsam als der Morgenstern (Phosphoros). Auch nachdem die Identität beider mit dem Planeten Venus erwiesen war, hielt die Antike an der Trennung in zwei mythologische Wesen fest.

Auch der Merkur tritt – wenngleich weniger auffällig – als Abendstern in Erscheinung, jedoch in Mitteleuropa nur maximal zwei Wochen im Frühjahr.