Abflussganglinie

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Abbildung 1: Abflussganglinie[1]

Die Abflussganglinie, auch Hydrograph, ist die Darstellung bzw. Aufsummierung von beobachteten oder berechneten Abflüssen für einen Pegelort in der Abfolge ihres zeitlichen Auftretens (Ganglinie des Wassers am Pegel).

Gewöhnlich weist eine Abflussganglinie eine bestimmte Form auf. Die Kurve steigt durch das Erreichen von hochwasserbedingten Spitzenabflusswerten schnell an. Nachdem der maximale Abflusswert (Abflussscheitel) erreicht worden ist, nimmt die Kurve schnell wieder ab. Nach einer gewissen Zeit stellt sich eine kontinuierliche Abnahme der Abflusswerte ein.

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Eine Abflussganglinie ist grundsätzlich in drei Bereiche unterteilbar, Trockenwetterabfluss, direkter Abfluss und Basisabfluss.

Als direkten Abfluss werden die Wassermengen bezeichnet, die mit nur minimaler Verzögerung den Vorfluter erreichen und Hochwässer erzeugen. Dieser Direktabfluss kann nochmals in Oberflächen- (Overland flow) und Zwischenabfluss (Interflow) unterteilt werden. Dieser Bereich der Ganglinie ist gekennzeichnet durch einen rapiden Anstieg der Fließgeschwindigkeit und somit durch eine Erhöhung der Transportkraft.

Als Basisabfluss (Base Flow) werden die Teile des Wassers bezeichnet, die den Vorfluter erst mit erheblicher Zeitverzögerung erreichen. Er setzt sich aus Grundwasserabfluss und dem verzögerten Zwischenabfluss zusammen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ahnert, Frank: Einführung in die Geomorphologie; 2003, Stuttgart (UTB 477S.)
  • Wilhelm, Friedrich: Hydrogeographie; 1997, Braunschweig (Westermann 220S.)
  • Symader, Wolfhard: Was passiert, wenn der Regen fällt?; 2004, Stuttgart (UTB 253S.)

Weblinks[Bearbeiten]

  1. entnommen: www.wasser-wissen.de