Abgasfilter

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Abgasfilter ist der Oberbegriff für verschiedene Systeme, die Abgase von Kraftfahrzeugen, Fabrikschloten, Kraftwerken und ähnlichen auf Verbrennung basierenden Einrichtungen filtern. Dabei sollen giftige chemische Verbindungen komplett absorbiert und schädliche auf ein erträgliches Maß innerhalb klar definierter Normen reduziert werden.

Bei Industrieanlagen kommen verschiedene Filtervorrichtungen zum Einsatz, je nachdem, welche Form von giftigen oder schädlichen Stoffen entstehen. Die trotzdem in die Luft freigesetzten Partikel werden mittels Abgasreinigungsverfahren eliminiert. Eine spezielle Form von Abgasen sind die Rauchgase, hier findet das Verfahren der Rauchgasreinigung Anwendung.

Geschichtlicher Abriss von der Abgasfilter-Entwicklung[Bearbeiten]

Beim Ottomotor wurde um 1985 der Katalysator verbreitet eingeführt, der aber kein Filter im engeren Sinn ist. Er filtert verschiedene, giftige Stoffe wie zum Beispiel Stickoxide und Kohlenstoffmonoxid nicht heraus, sondern wandelt sie in weniger schädliche oder unschädliche Verbindungen wie Stickstoff und Kohlenstoffdioxid um. Diese werden mit dem Abgas an die Umwelt abgegeben.
Beim Dieselmotor wurden im Jahr 2006 Rußpartikelfilter eingeführt, um die Rußpartikel, die bei der Verbrennung des Kraftstoffes entstehen, aus dem Abgas zu filtern. In Deutschland wurden in einigen Regionen Umweltzonen eingerichtet.
Lastkraftwagen laufen seit einigen Jahren mit Euro-Abgasnorm, welche den Schadstoffausstoß in die Luft begrenzt. Derzeit ist die Euro-4 Abgasnorm die schlechteste gerade noch durch die Europäische Union zugelassene, und die neue Euro-6 die beste (Stand:März 2011)

Siehe auch[Bearbeiten]