Abrin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Abrin a (Abrus precatorius)

Vorhandene Strukturdaten: 1abr
Größe 518 = 251+267 Aminosäuren (A+B)
Struktur A+B-Kette
Bezeichner
Externe IDs UniProtP11140
Enzymklassifikation
EC, Kategorie 3.2.2.22  Glykosidase
Reaktionsart Hydrolyse einer N-glykosidischen Bindung
Substrat 28S-rRNA
Produkte defektes Ribosom

Abrin ist ein pflanzliches Toxin der Abrusbohne (Paternostererbse, Abrus precatorius) und zählt zu den tödlichsten Giften überhaupt. Abrin ist ein Sammelbegriff für die enthaltenen vier Isotoxine (Abrin A, B, C und D). Abrin A ist das wirksamste der vier Toxine.

Das Abrin stellt, wenn es gereinigt ist, ein bräunlich-gelbes Pulver dar. Es ist in Wasser löslich und bindet an Glykoproteine von Zellmembranen, ist also ein Lektin. Ca. 0,04 µg/kg Körpergewicht Abrin A reichen für eine tödliche Wirkung aus. Es stoppt die zelleigene Proteinsynthese.

In den Samen der Paternostererbsen sind 0,08% Abrin enthalten.

Vergiftungssymptome sind Durchfall, Erbrechen, Kolik, Tachykardie (Pulsbescheunigung) und Tremor (Schütteln) hervor. Der Tod tritt nach Tagen durch Nierenversagen, Herzversagen und/oder Atemlähmung ein.

Ebenfalls als Abrin bezeichnet wird N-Methyl-L-tryptophan, das ebenfalls in der Paternostererbse enthalten ist[1].


[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Römpp CD 2006, Georg Thieme Verlag 2006


[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Abrin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Gesundheitshinweis
Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen