Absaugen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Absaugen wird in der professionellen Pflege und in der Notfall- und Intensivmedizin das Entfernen von Atemwegssekret, Speichel, Blut oder aspirierten Stoffen mit einem biegsamen Absaugkatheter aus den Atemwegen bezeichnet. (vergleiche: Atemwegsmanagement) Dabei wird zwischen Absaugen der Mundhöhle und tiefem Absaugen aus den Bronchien unterschieden. Es kann oral, transnasal oder über einen Endotrachealtubus bzw. eine Trachealkanüle abgesaugt werden (Bronchialtoilette). Auch im Rahmen einer Bronchoskopie wird abgesaugt.

Ein entsprechender Vorgang beim Magen wird in der Pflege/Medizin Ausheberung genannt. (Siehe auch dort.)

Zubehör sind: Absaugpumpen und -katheter.

Mögliche Komplikationen sind eine Infektion der Atemwege, die durch unsterile Materialien oder eine Verschleppung von Krankheitserregern von den oberen in die unteren Atemwege begünstigt werden kann, eine Verletzung der Schleimhäute durch den Katheter oder auch eine Vagusreizung mit der Folge von Bradykardie bis hin zur kurzfristigen Asystolie. Zusätzlich ist durch den Absaugvorgang die Atmung behindert. Deshalb, und um einen Sauerstoffmangel zu vermeiden, sollte der Absaugvorgang mit sterilen Materialien rasch vollzogen werden.

Quellen[Bearbeiten]

Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!