Abtei (Südtirol)

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Abtei
(ital., lad.: Badia)
Wappen von Abtei
Abtei (Südtirol)
Abtei
Abtei
Lage von Abtei in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
3,366/3.388
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
1,76 % deutsch
4,17 % italienisch
94,07 % ladinisch
Koordinaten 46° 37′ N, 11° 54′ O46.61666666666711.91315Koordinaten: 46° 37′ N, 11° 54′ O
Meereshöhe: 1.193–3064 m s.l.m. (Zentrum: 1315 m s.l.m.)
Fläche: 82,9 km²
Dauersiedlungsraum: 11,4 km²
Fraktionen: Abtei, St. Kassian (lad. San Ćiascian), Stern (lad. La Ila), Pedratsches (lad. Pedraces)
Nachbargemeinden: Cortina d’Ampezzo, Corvara, Enneberg, Livinallongo del Col di Lana, St. Martin in Thurn, Wengen, Wolkenstein
Postleitzahl: 39036
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021006
Steuernummer: 81006190219
Politik
Bürgermeister (2009): Giacomo Frenademetz (Lista Nos pur Os - Lista Badia)

Abtei (ladinisch und italienisch Badia) ist eine Gemeinde in Südtirol (Italien). Sie gehört neben Corvara, Enneberg, St. Martin in Thurn und Wengen zu den fünf mehrheitlich ladinischsprachigen Gemeinden des Gadertals.

Alter Weg bei Sankt Leonhard

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Erreichbar ist die Gemeinde durch das Gadertal von St. Lorenzen im Pustertal aus sowie über mehrere Dolomiten-Übergänge wie den Valparolapass und das Grödner Joch, die nur in der schneefreien Zeit befahrbar sind.

Abtei ist Teil der Naturparke Puez-Geisler und Fanes-Senes-Prags. Umgeben ist die Gemeinde von den Bergen Lagazuoi (2778 m), Conturines (3064 m), Lavarela (3055 m), Heiligkreuzkofel (2907 m) und Gardenaccia (2500 m).

Wallfahrtsorte sind das Geburtshaus des Heiligen Josef Freinademetz und die Heilig-Kreuz-Kirche.

Ortsteile [Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den drei Fraktionen

  • Abtei (lad./ital. Badia) mit den Dörfern Pedratsches (Pedraces) an der Gadertalstraße und St. Leonhard (lad. San Linêrt, ital. San Leonardo) jenseits der Gader
  • St. Kassian (lad. San Ćiascian, ital. San Cassiano)
  • Stern (lad. La Ila, ital. La Villa).

Geschichte [Bearbeiten]

Abtei gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Enneberg und war Teil des Bezirks Bruneck.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Bevölkerung [Bearbeiten]

Einwohner [Bearbeiten]

Die Gemeinde Abtei hat 3358 Einwohner (amtliche Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2009). Das Bevölkerungswachstum beträgt 1,05 Prozent. Die Geburtenziffer beträgt 11,6, die Sterbeziffer 5,1. Das Bevölkerungswachstum setzt sich demnach aus 0,66 Prozent natürlichem Bevölkerungswachstum und 0,39 Prozent Wanderungssaldo zusammen (2009).

51,25 Prozent der Bevölkerung sind weiblich, 48,75 Prozent sind männlich. In Bezug auf den Familienstand sind 50,13 Prozent der Einwohner ledig, 44,25 Prozent sind verheiratet, 4,84 Prozent verwitwet und 0,78 Prozent geschieden (31. Dezember 2009).[1]

Volkszählung
2011
Volkszählung
2001
Volkszählung
1991
Volkszählung
1981
Volkszählung
1971
Einwohnerzahl 3.366 3.015 2.722 2.575 2.271
Haushalte 1.124 949 753 629 501
Durchschnittl. Haushaltsgröße 3,0 3,2 3,6 4,1 4,5

Sprachgruppen [Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 erklärten 93,4 Prozent der Einwohner ihre Zugehörigkeit oder Zuordnung zur ladinischen Sprachgruppe. Damit ist Abtei eine der acht überwiegend ladinischsprachigen Gemeinden Südtirols.

Sprachgruppe[2] Volkszählung
2001
Volkszählung
1991
Volkszählung
1981
Volkszählung
1971
Ladinisch 93,43 % 95,55 % 96,25 % 97,14 %
Italienisch 3,88 % 2,07 % 1,91 % 1,41 %
Deutsch 2,69 % 2,38 % 1,84 % 1,45 %

Nationalitäten [Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde besteht laut Melderegister zu 97,79 Prozent aus italienischen Staatsbürgern und zu 2,21 Prozent aus Ausländern, davon sind 0,84 Prozent Bürger der Europäischen Union, 0,66 Prozent andere Europäer, 0,33 Prozent Asiaten, 0,27 Prozent Afrikaner sowie 0,12 Prozent Amerikaner und Ozeanier (31. Dezember 2009).[3]

Staatsbürgerschaft[4] 31. Dez. 2008 31. Dez. 2003
ItalienerItaliener Italiener 97,83 % 98,84 %
AlbanerAlbaner Albaner 0,21 % 0,00 %
DeutscheDeutsche Deutsche 0,18 % 0,13 %
MarokkanerMarokkaner Marokkaner 0,18 % 0,13 %
PolePole Pole 0,15 % 0,03 %
KosovarenKosovaren Kosovaren 0,15 %
IranerIraner Iraner 0,15 % 0,06 %
ChinesenChinesen Chinesen 0,15 % 0,03 %
Serben und MontenegrinerSerben und Montenegriner Serben und Montenegriner 0,19 %
Sonstige 1,00 % 0,59 %

Wirtschaft [Bearbeiten]

Wie auch in den anderen ladinischen Gemeinden Südtirols ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig. Etwa 69 Prozent der Bevölkerung sind im Dienstleistungssektor tätig, etwa 21 Prozent im produzierenden Gewerbe (vor allem Baubranche und Handwerk). Landwirtschaft wird noch von 10 Prozent der Einwohner betrieben, jedoch zum größeren Teil als Nebenerwerb.

Sport [Bearbeiten]

Jeweils Mitte Dezember finden auf der zur Fraktion Stern gehörenden Piste Gran Risa ein Slalom-Rennen des Alpinen Skiweltcups statt.

Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]

  • Micurà de Rü (1789–1847), geb. in Rü, St. Kassian, ladinischer Sprachwissenschaftler
  • Josef Freinademetz (1852–1908) geb. in Oies, katholischer Heiliger, Chinamissionar

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Datenbank des Landesinstituts für Statistik der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, abgerufen am 24. Mai 2010
  2. Datenbank des Landesinstituts für Statistik der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, abgerufen am 23. Mai 2010
  3. Datenbank des Landesinstituts für Statistik der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, abgerufen am 25. Mai 2010
  4. Istituto Nazionale di Statistica, abgerufen am 23. Mai 2010