Abtei von Hambye

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Ruine der Abteikirche

Die Abtei von Hambye ist nach dem Mont-Saint-Michel die am besten erhaltene mittelalterliche Klostersiedlung in der Normandie. Sie liegt in der Nähe der Kreisstadt Percy im Département Manche, in der Basse-Normandie in Frankreich.

Die Abtei wurde im Jahre 1145 von Guillaume Paynel, dem Herren zu Hambye, gegründet. Paynel holte von Tiron die Benediktinermönche, um die Klosteranlage zu bauen. Den Höhepunkt ihrer regionalen Bedeutung erreichte Hambye im 13. Jahrhundert, daran schlossen sich Jahrhunderte des Niedergangs an. Im 18. Jahrhundert wurde die Abtei schließlich geschlossen: während der Französischen Revolution (1789–1799) wurde das Kloster verkauft und dann für landwirtschaftliche Zwecke benutzt. Die Klosterkirche diente als Steinbruch.

Heute ist die Abtei von Hambye für Besucher geöffnet. Neben dem vollständig restaurierten Konvent sind die Ruinen und wechselnde Ausstellungen über Möbel, Wandteppiche oder religiöse Ornamente zu besichtigen. Daneben finden auch Kolloquien statt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Schäfke: Die Normandie, Köln, 1981, 7. Auflage 1990 (DuMont Kunst-Reiseführer), S. 230, Abb. 68.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Abtei von Hambye – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.9217-1.2647Koordinaten: 48° 55′ 18″ N, 1° 15′ 53″ W