Abwärts (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Abwärts
Abwaerts logo.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Carl Schenkel
Drehbuch Carl Schenkel, Frank Göhre
Produktion Matthias Deyle, Thomas Schühly
Musik Jacques Zwart
Kamera Jacques Steyn
Schnitt Norbert Herzner
Besetzung

Abwärts ist ein deutscher Thriller des Regisseurs Carl Schenkel aus dem Jahr 1984.

Handlung[Bearbeiten]

An einem Freitagabend bleibt der Aufzug eines Frankfurter Bürohochhauses stecken. In der Kabine befinden sich der vermeintlich erfolgreiche Werber Jörg, seine attraktive Kollegin Marion, der unangepasste Pit sowie der biedere Buchhalter Gössmann. Da der Vorfall offenbar unbemerkt bleibt, müssen sich die Eingeschlossenen mit der misslichen Situation arrangieren. Zwischen Jörg und Pit entwickeln sich bald Spannungen, die sich schließlich zu einer offenen Feindschaft steigern. Dies auch deshalb, weil Marion, die bis vor kurzem ein Verhältnis mit Jörg hatte, und Pit sich zueinander hingezogen fühlen. Trotz ihrer Rivalität unternehmen beide Männer gemeinsame Anstrengungen, sich aus dem Aufzug zu befreien. Diese sind jedoch nicht erfolgreich. Während eines Kampfes zwischen den beiden Männern stürzt Pit vom Kabinendach und rutscht den Aufzugschacht hinunter, in dem er schwer verletzt hängenbleibt. Nachdem sich herausgestellt hat, dass der Aktenkoffer des unauffälligen und passiven Buchhalters randvoll mit gerade in seiner Firma gestohlenem Geld ist, registriert der Pförtner des Hochhauses endlich den Alarm und verständigt den technischen Notdienst. Marion, Pit und Gössmann können befreit werden. Jörg hingegen stürzt zu Tode, weil er den Geldkoffer des Buchhalters nicht im Fahrstuhl zurücklassen will.

Mittlerweile sind Polizei und Rettungsdienste eingetroffen. Pit wird auf einer Trage zum Krankenwagen gebracht. Als Gössmann beim Verlassen des Gebäudes vom Pförtner angesprochen wird, lässt er vor Schreck seinen Koffer fallen, der aufspringt und nicht das Geld, sondern Wäsche enthält. Währenddessen wird der Sarg mit der Leiche von Jörg, auf dem ein zweiter Koffer steht, hinausgetragen. Gössmann geht ohne das Geld nach Hause.

Hintergrund[Bearbeiten]

DDR-Posterlogo

Die Innenaufnahmen des Films wurden im Europäischen Patentamt in München gedreht. Die Hochhaus-Aufnahmen spielen im Silberturm, der damaligen Zentrale der Dresdner Bank in Frankfurt am Main.

Die Niederländerin Renee Soutendijk wurde von Hannelore Elsner synchronisiert.

Der Film gehörte zu den wenigen westdeutschen Filmen, die auch in der DDR aufgeführt wurden[1].

Kritik[Bearbeiten]

Abwärts wurde seinerzeit sowohl vom Publikum, als auch von großen Teilen der Filmkritik gut aufgenommen. Obwohl zum Teil auch bemängelt wurde, dass die Zeichnung der Figuren klischeehaft sei und nicht sehr in die Tiefe gehe, überwog der Eindruck, es mit einem handwerklich solide gemachten Thriller zu tun zu haben, der durchaus in der Tradition des entsprechenden, vom US-amerikanischen Kino geprägten Genres stehe.

Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet Abwärts als „Mischung aus Actionfilm und Psycho-Thriller, die geschickt menschliches Verhalten unter extremen Bedingungen enthüllt“ und handwerklich versiert und gut gespielt „auch gehobeneren formalen und inhaltlichen Ansprüchen gerecht wird.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.filmposter-archiv.de/filmplakat.php?id=6233
  2. Abwärts im Lexikon des internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]