Abzeichen für Große Fahrt

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Abzeichen für Große Fahrt

Das Abzeichen für Große Fahrt war eine nichtstaatliche Auszeichnung der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche am 27. Mai 1981 mit Befehlsnummer 43/81 vom Minister für Nationale Verteidigung Heinz Hoffmann für die Volksmarine eingeführt wurde.

Verleihungsbedingungen[Bearbeiten]

Das Abzeichen konnten alle Angehörigen der Volksmarine erhalten, die im Rahmen von Sonderaufgaben oder eine bestimmte Anzahl von Seemeilen bezogen auf einzelne Schiffstypen zurückgelegt hatten. Ferner erhielten es auch Zivilbeschäftigte der Volksmarine sowie in Ausnahmefällen auch Angehörige ausländischer Flotten bei Erfüllung der Verleihungsvoraussetzungen.

Aussehen und Trageweise[Bearbeiten]

Trageweise von Auszeichnungen in der NVA für Offiziere:
1 staatliche Auszeichnungen (Orden, Ehrentitel, Medaillen);
2 staatliche Preise;
3 nichtstaatliche Auszeichnungen;
4 Absolventenabzeichen

Das fünfeckige Abzeichen ist 45 mm hoch, 38 mm breit und besteht aus Buntmetall. Es zeigt auf seiner Vorderseite im oberen Bereich die Flagge der Volksmarine und darunter die schwarze Inschrift FÜR GROSSE FAHRT auf goldenen Grund. Zentral liegt vor dunkelblauem Grund ein nach links fahrendes Kriegsschiff der Volksmarine in goldener Ausführung. Unter diesem befinden sich türkisfarbene stilisierte Wellen und das Symbol der Weltkugel mit einer mittig dargestellten Windrose. Der Abschluss und zugleich die Spitze des Abzeichens wird von einem Anker gebildet, der links und rechts in eine Ankerkette übergeht. Diese bildet auch gleichzeitig die äußere Begrenzung des Abzeichens bis zum Schriftzug. Das ganze Abzeichen wurde mit Polyesterharz überzogen. Die Rückseite zeigt eine waagerecht verlötete Nadel mit Gegenhaken zum Befestigen am Matrosenanzug, wo es an der rechten oberen Seite unter dem Klassifizierungsabzeichen zu tragen war.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Feder, Jürgen Wagner, Ralf Swoboda: Militärische Abzeichen der Deutschen Demokratischen Republik. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1988, ISBN 3-327-00523-0, S. 33.