Acadiana

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Gebiet der Acadier. Dunkelrot ist das Kerngebiet der Acadier

Acadiana bzw. Cajun Country ist die jahrhundertealte Heimat der Cajuns, der französischstämmigen Bevölkerung im Süden des US-Bundesstaats Louisiana. Der Hauptort ist Lafayette.

Acadiana erstreckt sich westlich der Stadt New Orleans entlang des Golfs von Mexiko bis zur texanischen Grenze im Osten sowie etwa 100 Meilen ins Inland bis zur Stadt Marksville. Die 22 Bezirke des Gebiets sind: Acadia, Ascension, Assumption, Avoyelles, Calcasieu, Cameron, Evangeline, Iberia, Iberville, Jeff Davis, Lafayette, Lafourche, Pointe Coupee, St. Charles, St. James, St. John The Baptist, St. Landry, St. Martin, St. Mary, Terrebonne, Vermilion und West Baton Rouge. Die Region hat eine eigene Flagge, die an ihre Herkunft erinnert: drei silberne Lilien im blauen Feld für Frankreich, ein goldenes Schloss im roten Feld für Spanien (Kastilien) und ein goldener Stern in einem weißen Feld für ihre Schutzpatronin Maria.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Cajuns sind Nachfahren im 18. Jahrhundert aus den Atlantikprovinzen Kanadas vertriebener akadischer Franzosen. Ihre Vorfahren stammen aus der ostkanadischen Provinz Acadie (daher stammt auch der Name 'Acadiens', das die englischsprachigen Nordamerikaner später über "Acadians" zu "Cajuns" verballhornten), von wo sie 1755 von den Briten nach deren Sieg im Britisch-Französischen Krieg brutal vertrieben wurden.

Viele Überlebende siedelten sich nach mehreren Jahren Irrfahrt in den 1760er Jahren im damals von den Franzosen an die Spanier verkauften Louisiana an, das noch den französischen Gouverneur behalten hatte und über jede Zuwanderung froh war. Später wurde das Territorium wieder französisch und kam durch Napoléon Bonapartes Verkauf, den Louisiana Purchase, 1803 schließlich zu den USA.

Sprache und Kultur[Bearbeiten]

Die Cajuns lebten bis in den Beginn des 20. Jh. völlig unberührt von der US-amerikanischen Umwelt und behielten ihre Kultur bei, darunter ihre Musik, die Cajun-Musik, ihren eigentümlichen alten westfranzösischen Dialekt, das Cajun French und die bekannte Cajun-Küche. Mit dem Schmelztiegel New Orleans hat ihre Kultur wenig zu tun.

Erst in den 1930er Jahren, als in Louisiana Öl gefunden wurde, kamen die Cajuns mit den Amerikanern in Berührung, wurden in der Folge im Zuge ihrer Anglisierung gezwungen, Englisch zu lernen und zu sprechen. Kinder, die ihr Cajun French in der Schule sprachen, wurden bestraft, als Hinterwäldler betrachtet und wegen ihres fehlerhaften, harten Englischs ausgelacht und verachtet. Erst in den 1970er Jahren erkannte man nach langen Bemühungen seitens der Cajuns den Wert ihrer Kultur an und Französisch wurde in Louisiana zweite Staatssprache.

Die Cajuns sind sehr selbstbewusst, und eine eigene Organisation setzt sich für den Schutz ihrer Kultur ein. Nach Volkszählungen ist bei insgesamt nicht ganz 4,5 Millionen Einwohnern Louisianas der Südwesten bis zu 61 % französischsprachig.