Acetoncyanhydrin
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| Strukturformel | ||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||
| Name | Acetoncyanhydrin | |||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H7NO | |||||||||||
| CAS-Nummer | 75-86-5 | |||||||||||
| Kurzbeschreibung | Farblose bis leicht gelbliche, wasserlösliche, brennbare, schwach nach Blausäure riechende Flüssigkeit | |||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||
| Molare Masse | 85,1 g·mol−1 | |||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig |
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| Dichte |
0,93 g·cm−3 |
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| Schmelzpunkt |
−19 °C |
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| Siedepunkt |
95 °C |
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| Dampfdruck |
106 kPa (20 °C) |
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| Löslichkeit |
löslich in Wasser |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||
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| MAK |
4,7 ppm |
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| LD50 |
19 mg·kg−1 (oral, Ratte) |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||
Acetoncyanhydrin ist eine farblose, wasserlösliche, schwach nach Blausäure riechende Flüssigkeit, die durch Verunreinigungen, die aus der Synthese stammen, meist gelblich verfärbt ist. Acetoncyanhydrin ist ein wichtiger C4-Baustein in der chemischen Industrie
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Gewinnung und Darstellung
Acetoncyanhydrin wird durch die Addition von Cyanwasserstoff an Aceton hergestellt.
[Bearbeiten] Verwendung
Acetoncyanhydrin wird zur Herstellung von Methacrylsäuremethylester (Ausgangsstoff zur Herstellung von Plexiglas) und Azobisisobutyronitril sowie als Maskierungsmittel verwendet. Weiterhin wird Acetoncyanhydrin zur Herstellung von Insektiziden, pharmazeutischen Produkten und Duft- und Aromastoffen verwendet. Durch Hydrolyse lässt sich aus Acetoncyanhydrin der C4-Baustein Hydroxyisobuttersäureamid synthetisieren.
[Bearbeiten] Biologische Bedeutung
Pflanzen wie z. B. Flachs, Maniok, Limabohnen oder der Kautschukbaum enthalten das cyanogene Glycosid Linamarin[2], das bei Verletzung der Pflanzen in Acetoncyanhydrin und weiter zu Blausäure als Verteidigungsstrategie umgesetzt wird.
[Bearbeiten] Sicherheitshinweise
Acetoncyanhydrin zerfällt bei Erwärmung und Kontakt mit alkalischen Stoffen (Seife) leicht in Aceton und die hochgiftige Blausäure. Acetoncyanhydrin durchdringt die Haut.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Eintrag zu CAS-Nr. 75-86-5 im European chemical Substances Information System ESIS
- ↑ Römpp CD 2006, Georg Thieme Verlag 2006
[Bearbeiten] Weblinks
- IUCLID-DataSheet (PDF-Datei; 129 kB)

