Achberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Ravensburg | |
| Höhe: | 523 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,92 km² | |
| Einwohner: |
1701 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 132 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88147 | |
| Vorwahl: | 08380 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RV | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 001 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchstraße 9 88147 Achberg |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Johannes Aschauer | |
| Lage der Gemeinde Achberg im Landkreis Ravensburg | ||
Die Gemeinde Achberg liegt im Argental an der baden-württembergisch-bayerischen Grenze, im Südosten des Landkreises Ravensburg. Der Gemeindename geht auf das Schloss Achberg zurück.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die Gemeinde Achberg setzt sich aus den Pfarrdörfern Esseratsweiler und Siberatsweiler sowie den Ortsteilen Doberatsweiler, Pechtensweiler, Gunderatweiler, Baind, Bahlings, Buflings, Isigatweiler, Regnitz und weiteren Weilern zusammen.
Schutzgebiete[Bearbeiten]
Innerhalb des Gemeindegebiets sind derzeit drei Naturschutzgebiete (Argen, Hermannsberger Weiher und Regnitzer Weiher) sowie ein Landschaftsschutzgebiet (Achberg) ausgewiesen. (Stand: 1. Februar 2011)
Geschichte[Bearbeiten]
Als erster Ortsteil wird Pechtensweiler 839 urkundlich erwähnt. Achberg wird erstmals 1194 in Urkunden genannt. Im 12. und 13. Jahrhundert hatte Ortsadel die Herrschaft inne. Den Herren von Achberg folgten die Truchsessen von Waldburg (1235–1335) und die Herren von Molpertshaus (1335–1352). Ab 1352 war die Herrschaft österreichisches Lehen, 1366–1392 war der Ort im Besitz der Familie Öder. 1412 folgten die Grafen von Königsegg, 1530 die Freiherrn von Syrgenstein. 1691 wurde Achberg von Josef Franz Ferdinand von Syrgenstein an den Deutschen Orden verkauft. Bis 1805 unterstand es der Landkomturei Altshausen der Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund.
Im Zuge der Säkularisation nahm Bayern im Dezember 1805 die Herrschaft Achberg in Besitz, aber durch den Rheinbundvertrag 1806 wurden Schloss und Herrschaft dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen zugesprochen. Als das Fürstentum 1850 an Preußen fiel, wurde Achberg als südlichster Teil der Hohenzollernschen Lande somit zum südlichsten Teil Preußens. Im Deutschen Krieg wurde Achberg 1866 kurzzeitig von bayerischen Truppen besetzt. Die Gemeinde Achberg bildete von 1806 bis 1854 ein eigenes Obervogteiamt, gehörte dann zum Oberamt Sigmaringen, ab 1925 zum Landkreis Sigmaringen. Am 1. Januar 1969 wurde Achberg im Zuge der Kreis- und Gemeindereform dem Landkreis Wangen zugesprochen und kam mit diesem am 1. Januar 1973 zum Landkreis Ravensburg.[2]
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Johannes Aschauer.
Gemeinderat[Bearbeiten]
Die Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:[3]
| Liste | Stimmanteil | Sitze | +/− |
| Bürgerliste | 68 % | 7 | (±0) |
| Grüne Offene Liste | 32 % | 3 | (±0) |
Die Wahlbeteiligung lag bei 59,3 % und war damit um 5,3 Prozentpunkte geringer als bei der Kommunalwahl 2004. Dem Gemeinderat gehören sieben Männer und drei Frauen an.[4]
Wappen[Bearbeiten]
Wappenbeschreibung: In Silber über einem mit einer silbernen Wellenleiste belegten grünen Dreiberg ein schwarzes Kreuz mit Tatzenenden.
Das Wappen und die Flaggenfarben Schwarz-Weiß wurden der Gemeinde am 7. Oktober 1968 verliehen. Das schwarze Deutschordenskreuz erinnert an die Zugehörigkeit zum Deutschen Orden, Berg und Wellenleiste machen das Wappen „redend“ (Berg an der Ach).
Bis 1968 führte die Gemeinde ein Wappen, das in Gold über einem grünen Achtberg einen achtstrahligen schwarzen Stern zeigte. Mit diesem ungewöhnlichen Wappen wurde der Gemeindename volksetymologisch fälschlich als „Achtberg“ gedeutet. Der Stern hatte wohl keine weitere Bedeutung und diente ausschließlich dekorativen Zwecken.[5]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
Das Schloss Achberg ist heute im Besitz des Landkreises Ravensburg und wird für Ausstellungen aus der reichhaltigen Kunstsammlung des Kreises sowie für Sonderausstellungen und Konzerte genutzt.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]
- Franz Johann Vogt von Altensumerau und Prasberg (1611–1689), Fürstbischof von Konstanz
- Fidelis Dehm OFM Conv. (1825-1883); Franziskanerminorit, Titularbischof von „Colophon“ und Apostolischer Visitator in Rumänien.
- Wolfgang Sander (* 1944), deutscher Pädagoge
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Internetseite der Gemeinde
- Die südlichsten Preußen, in: Die Zeit, 17. Februar 1955
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Staatsarchiv Sigmaringen: Behörden- und Bestandsgeschichte Obervogteiamt Achberg
- ↑ Amtsblatt Nr. 24/2009 der Gemeinde Achberg - abgerufen am 12. Juni 2009
- ↑ Wahlergebnis beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg - abgerufen am 2. September 2009
- ↑ Heinz Bardua: Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg. Band 4. ISBN 3-8062-0804-2, S. 29
Achberg | Aichstetten | Aitrach | Altshausen | Amtzell | Argenbühl | Aulendorf | Bad Waldsee | Bad Wurzach | Baienfurt | Baindt | Berg | Bergatreute | Bodnegg | Boms | Ebenweiler | Ebersbach-Musbach | Eichstegen | Fleischwangen | Fronreute | Grünkraut | Guggenhausen | Horgenzell | Hoßkirch | Isny im Allgäu | Kißlegg | Königseggwald | Leutkirch im Allgäu | Ravensburg | Riedhausen | Schlier | Unterwaldhausen | Vogt | Waldburg | Wangen im Allgäu | Weingarten | Wilhelmsdorf | Wolfegg | Wolpertswende
