Blumberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Schwarzwald-Baar-Kreis | |
| Höhe: | 704 m ü. NN | |
| Fläche: | 98,68 km² | |
| Einwohner: |
10.138 (31. Dez. 2010)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 78176 | |
| Vorwahlen: | 07702 und 07736 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 26 005 | |
| Stadtgliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 97 78176 Blumberg |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Markus Keller (CDU) | |
| Lage der Stadt Blumberg im Schwarzwald-Baar-Kreis | ||
Blumberg ist eine Stadt 19 km südlich von Donaueschingen, am Südrand des Schwarzwaldes an der Grenze zum schweizerischen Kanton Schaffhausen in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Blumberg liegt im Tal der Urdonau unweit der Wutachschlucht. Der Blaue Stein, eine Basalt-Säule, befindet sich zwei Kilometer östlich des Teilortes Randen. Er ist geologisch der westlichste Punkt des Hegaus.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zur Stadt Blumberg gehören die Stadtteile Achdorf, Blumberg, Epfenhofen, Fützen, Randen, Hondingen, Kommingen, Nordhalden, Riedböhringen und Riedöschingen mit 41 amtlich benannten Wohnplätzen. Die Stadtteile bilden mit Ausnahme des Stadtteils Blumberg Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender.
→ Siehe auch: Liste der Orte im Schwarzwald-Baar-Kreis
Im Stadtteil Achdorf liegen die Wüstungen Helzenhofen, z. T. als Hetzenhofen zum Stadtteil Achdorf, Kazunstaige und Keglingen (z. T. auch zum Stadtteil Riedböhringen). Im Stadtteil Blumberg liegt die Wüstung Bislingen. Im Stadtteil Fützen liegen die Wüstungen Hetzenhofen (auch teilweise als Helzenhofen zum Stadtteil Achdorf), Schlatt, Moggerenmühle und Talerhof. Im Stadtteil Hondingen liegen die Wüstungen Bollhof und Hofen. Im Stadtteil Riedböhringen liegen die Wüstungen Keglingen (z. T. auch zum Stadtteil Achdorf), Wallenberg und Weil. Im Stadtteil Riedöschingen liegt die Wüstung Aitlingen.[2]
Die Stadt besitzt mit dem Dorf Achdorf am Wutachknie die einzige dauerhafte Besiedlung innerhalb der 30 km langen Wutachschlucht.
[Bearbeiten] Wappen der eingemeindeten Gemeinden
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Mittelalter
Blumbergs Entstehung geht auf die Herrschaftsentwicklungen im 13. Jahrhundert zurück. Die Herren von Blumberg, die man Blumegger Herkunft zuordnet, wurden erstmals im Jahre 1260 erwähnt. Die tatsächliche Entstehung Blumbergs wird aber weit vor diesem Datum vermutet. Jedenfalls haben schon in der Steinzeit hier Menschen gelebt, wie archäologische Funde belegen.
Der Steppacher Hof als eine der ältesten Siedlungen tauchte schon im 12. Jahrhundert erstmals auf. Im Mittelalter entstand oberhalb des Wutachtals die Burg Blumberg, die erheblich zur Siedlungsentwicklung beitrug. Um die Burg wuchs – wie in der mitteleuropäischen Entwicklung üblich – allmählich das sogenannte „Städtle“.
Unter der Herrschaft der Fürstenberger (seit 1537) wuchs Blumberg zu größerer Bedeutung heran und erhielt Anfang des 15. Jahrhunderts den Titel „Stadt“. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört. Nach 1648 erlebte Blumberg aufgrund seiner Erzvorkommen eine Blütezeit, die allerdings nicht sehr lange anhielt.
→ Siehe auch: Burg Alt-Blumberg, Burg Grünburg
[Bearbeiten] 20. Jahrhundert
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde von 1934 bis 1942 erneut Doggererz abgebaut. Infolge des Bergbaus durch die Doggererz AG vervielfachte sich die Einwohnerzahl der bis dahin landwirtschaftlich geprägten Stadt. Zum Teil wurden Zwangsarbeiter eingesetzt. 1945 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden folgende Gemeinden nach Blumberg eingemeindet:
- 1. Januar 1971: Epfenhofen, Kommingen und Nordhalden
- 1. April 1972: Achdorf, Hondingen, Riedböhringen und Riedöschingen
- 1. Januar 1975: Fützen
[Bearbeiten] Religionen
Auch nach der Reformation blieb Blumberg römisch-katholisch geprägt. Auch heute noch gibt es vier römisch-katholische Pfarrämter in der Stadt. Daneben sind auch die altkatholische Kirche mit zwei Pfarrämtern sowie die evangelische und die neuapostolische Kirche in der Stadt vertreten.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis[3]:
- CDU 55,4 % (−2,1) – 18 Sitze (−1)
- Freie Liste 23,5 % (+6,4) – 7 Sitze (+2)
- FDP/DVP 10,8 % (−0,6) – 3 Sitze (±0)
- SPD 10,2 % (−3,9) – 3 Sitze (−1)
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Wappens lautet: „Unter einem durch Wolkenschnitt von Silber und Grün abgeteilten Schildhaupt in Silber ein rotes Zahnrad, worin zwei gekreuzte rote Berghämmer; unter dem Zahnrad ein grünes Eichenblatt, schräggekreuzt mit einem grünen Buchenblatt.“
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Blumberg liegt an der Wutachtalbahn von Waldshut nach Immendingen und ist an das Ringzug-System angeschlossen, das Blumberg mit Immendingen, Tuttlingen und Rottweil verbindet. Darüber hinaus verkehrt die Museumsbahn Wutachtalbahn („Sauschwänzlebahn“) zwischen Blumberg und Weizen, die von der Stadt seit ihrer Gründung im Jahr 1976 maßgeblich unterstützt wird. Blumberg verfügt über Ringzug-Haltepunkte in den Stadtteilen Zollhaus und Riedöschingen sowie über die Halte Epfenhofen, Fützen und Wutachblick, die von der Museumsbahn bedient werden. Blumberg ist in den Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar eingegliedert.
Über die Bundesstraße 27 (Blankenburg–Lottstetten) und die Bundesstraße 314 (Lauchringen–Singen) ist Blumberg an das überregionale Straßennetz angebunden.
[Bearbeiten] Unternehmen
Der Ort ist Standort eines der bedeutendsten Hersteller von Motorventilen (TRW Automotive), und Heimat einer Wellpappfabrik (Straub Verpackungen). Außerdem ist ein namhafter Hersteller Schwarzwälder Schinkens ortsansässig (Schwarzwaldhof GmbH).
Die Firma Metz Connect (Hersteller von analogen und digitalen Telekommunikationskomponenten, Anschlussklemmen, passive Netzwerkkomponenten, Zeit- und Industrierelais), die Firma Feederle (Stahlbau) und die Firma Teubert (Maschinenbau) sind ebenfalls in Blumberg ansässig.
[Bearbeiten] Medien
In Blumberg betreiben der Südkurier und der Schwarzwälder Bote eine Lokalredaktion für die Region.
[Bearbeiten] Bildung
In der Kernstadt befinden sich eine Realschule, mit der Viktor-von-Scheffel-Schule eine Hauptschule mit Werkrealschule[4] und mit der Weiherdammschule eine Förderschule. Grundschulen bestehen in der Kernstadt sowie in Riedöschingen, Fützen und Riedböhringen. Für die jüngsten Einwohner bestehen drei kommunale, drei römisch-katholische und ein evangelischer Kindergarten.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Blumberg liegt am Ostweg, am Schluchtensteig und am Schwarzwald-Querweg Freiburg–Bodensee, Fernwanderwegen, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen.
[Bearbeiten] Kirchen
- St.Cyriakus-Kirche (Blumberg-Kommingen)
- Christus-Kirche
- Erlöser-Kirche (Blumberg-Fützen)
- St. Gallus-Kirche (Blumberg-Epfenhofen)
- St. Johannes-Kirche (Blumberg-Kommingen)
- St. Stephans-Kirche (Blumberg-Randen)
- St. Genesius-Kirche (Blumberg-Riedböhringen)
[Bearbeiten] Museen
Am Bahnhof Zollhaus-Blumberg ist das Museum der Wutachtalbahn zu besichtigen.
In Riedböhringen ist im Geburtshaus von Kardinal Bea ein Museum über ihn eingerichtet worden. Führungen finden nach Absprache statt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Martin Meister I. (* um 1560 in Fützen) Abt des Klosters St. Blasien
- Gustav Häusler (* 26. April 1894 † 8. Juni 1964 in Stühlingen), Heimatforscher, Ehrenbürger von Stühlingen
- Augustin Kardinal Bea (1881–1968), römisch-katholischer Kardinal
- Hermann Baumann (1927–1990), deutscher Bildhauer
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 550–555.
- ↑ www.statistik.baden-wuerttemberg.de.
- ↑ Viktor-von-Scheffelschule Flyer, Stand: 4. November 2009 (PDF, abgerufen am 7. Februar 2011)
[Bearbeiten] Weblinks
- Blumberg: Bilder und Ortsgeschichte
- Fützen – Webseite des Stadtteils mit Geschichte, Bildern und Informationen
Bad Dürrheim | Blumberg | Bräunlingen | Brigachtal | Dauchingen | Donaueschingen | Furtwangen im Schwarzwald | Gütenbach | Hüfingen | Königsfeld im Schwarzwald | Mönchweiler | Niedereschach | Schonach im Schwarzwald | Schönwald im Schwarzwald | St. Georgen im Schwarzwald | Triberg im Schwarzwald | Tuningen | Unterkirnach | Villingen-Schwenningen | Vöhrenbach
