Achenseebahn

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Jenbach–Seespitz am Achensee
Beginn des Zahnstangenabschnittes am Bahnhof Jenbach
Beginn des Zahnstangenabschnittes am Bahnhof Jenbach
Kursbuchstrecke (ÖBB): 311
Streckenlänge: 6,80 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Maximale Neigung: Adhäsion 25 
Zahnstange 160 
Minimaler Radius: Adhäsion 100 m
Zahnstange 120 m
Zahnstangensystem: Riggenbach
Anschluss von Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck
0,00 Jenbach 530 m
Kilometer-Wechsel
Beginn der Zahnstange
Bahnhof, Station
1,40 Burgeck 624 m
Kilometer-Wechsel
Ende der Zahnstange
Bahnhof, Station
3,60 Eben 970 m
Bahnhof, Station
4,80 Maurach 956 m
6,70 Seespitz am Achensee 931 m

Die Achenseebahn ist eine Schmalspur-Zahnradbahn in Österreich mit einer Spurweite von 1.000 mm. Sie führt von Jenbach zum Seespitz am Achensee und wurde 1889 eröffnet. Die Strecke ist nicht elektrifiziert und wird fahrplanmäßig ausschließlich mit Dampflokomotiven befahren. Eigentümer und Betreiber ist die Achenseebahn AG, deren Kapital sich zu 70% in den Händen der Anliegergemeinden befindet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Streckenbeschreibung

Die knapp 7 km lange Strecke beginnt in Jenbach, dem einzigen österreichischen Bahnhof mit drei unterschiedlichen Spurweiten, da sich dort die Normalspurige ÖBB, die 760-mm-Schmalspur der Zillertalbahn und die Meterspur der Achenseebahn treffen. Die Steilstrecke von Jenbach hinauf nach Eben ist mit einer Leiterzahnstange nach dem System Riggenbach ausgestattet, da hier eine maximale Steigung von 16 % überwunden werden muss. Von dort geht es wieder ohne Zahnrad in leichtem Gefälle zum Seespitz am Ufer des Achensee, wo Anschluss zu den Schiffen der Achensee-Schifffahrt besteht.

[Bearbeiten] Betriebsmittel

[Bearbeiten] Lokomotiven

Siehe Hauptartikel: Achenseebahn 1 bis 4

Zur Eröffnung der Achenseebahn wurden 1889 vier Zahnrad-Dampflokomotiven mit der Achsfolge Bzt-n2 beschafft, die sich von Anfang an gut bewährten. Sie erhielten die Nummern 1 bis 4 und die Namen Theodor, Hermann, Georg und Carl. Lok 4 wurde in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatzteilspender herangezogen und in Folge verschrottet. Der Betrieb wurde bis 2005 ausschließlich mit den verbliebenen drei Maschinen geführt, die als die ältesten Zahnradbahnlokomotiven Österreichs gelten. Jedoch wurden im Laufe ihrer langjährigen Existenz nahezu alle Bestandteile, inklusive der identitätsbestimmenden Rahmen erneuert. 2005 wurde Lok 4 erstmals wieder angeheizt, die aus aufgearbeiteten Altbestandteilen der anderen Maschinen und einiger Ersatzteile aufgebaut wurde. Allerdings gab es noch einige Probleme, so dass es zu keiner Ausfahrt kam. Lok 1 wurde am 16. Mai 2008 bei einem Brand im Heizhaus in Jenbach schwer beschädigt.[1] Drei Wochen nach diesem Brand konnte die Lok 4 vollständig betriebsfähig gemacht werden, so dass vorerst wieder drei Lokomotiven zur Verfügung stehen. Lok 1 soll nach Möglichkeit wieder aufgebaut werden.

[Bearbeiten] Wagen

An Wagen stehen mehrere zweiachsige Personenwagen zur Verfügung, ein Zug besteht im Normalfall aus einem geschlossenen Wagen und einem offenen Aussichtswagen, die bis Eben bergwärts geschoben und ab dort zum Seespitz gezogen werden. Weiters stehen für innerbetriebliche Transporte einige Güterwagen zur Verfügung, einen regulären Güterverkehr gibt es jedoch auf der Achenseebahn nicht mehr.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. orf.at

[Bearbeiten] Literatur

  • Duschek, W., Pramstaller W. u. a.: Local- und Straßenbahnen im alten Tirol, Eigenverlag Tiroler MuseumsBahnen, Innsbruck 2008, 48 S.
  • Karl Armbruster, Hans Peter Pawlik: Jenbach–Achensee, Die Tiroler Zahnradbahn, Verlag Slezak, Wien 1993, ISBN 3-85416-149-2

[Bearbeiten] Weblinks

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