Achluophobie

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Die Achluophobie (auch: Nyktophobie) ist eine Phobische Störung mit übersteigerter Angst vor Dunkelheit. Der Name leitet sich vom altgriechischen Wort achlyo her, das so viel wie Dunkelheit oder Dämmerung bedeutet. In der Regel besteht die Angst nicht vor der Dunkelheit an sich, sondern vor möglichen oder eingebildeten Gefahren, die damit verbunden werden. Die Betroffenen vermeiden es, nachts auszugehen, sie meiden die Dämmerung und dunkle Räume, ziehen abends die Vorhänge zu, um nicht versehentlich in die Dunkelheit zu schauen und versuchen, ständig Licht zur Verfügung zu haben.[1]

Oft wird die Angst vor Dunkelheit wie beiläufig nur mit kleinen Kindern in Verbindung gebracht, betroffen sind aber auch Erwachsene und Senioren.

Angst vor Dunkelheit bei Kindern[Bearbeiten]

Viele Eltern kennen die Bitte von Kindern, nachts doch das Licht an zu lassen. In der Mehrzahl der Fälle hat das nichts mit einer Störung zu tun und gibt sich wieder.

Kindheitsängste wie diese werden bei den meisten Kindern als Teil der normalen Entwicklung angesehen. Nach den Diagnosekriterien haben jedoch diese Kindheitsängste zusammen bei etwa 23 % der Kinder den Umfang einer Phobischen Störung oder Angststörung. Bei manchen Kindern führen diese Ängste zu Problemen mit Auswirkungen auf den Tagesablauf.[2]

Das Robert-Koch-Institut bezeichnet das Jugendalter als typischen Beginn von Angststörungen, was die Überlegung nahelegt, möglichst frühzeitig entgegenzuwirken.[3]

Eine Untersuchung zur Konzeption einer primären Prävention bei jüngeren Kindern zeigte die potentielle Wirksamkeit der Auseinandersetzung mit Geschichten zum Umgang mit der Dunkelheit für das Verringern von Angst vor der Dunkelheit. Im Kindergarten hörte eine Gruppe Geschichten, die einen positiven Umgang mit der Dunkelheit zum Inhalt hatten, die Kontrollgruppe hörte Geschichten, deren Inhalt neutral, also irrelevant für Angst vor der Dunkelheit war. Die Ergebnisse zeigten ein Aufgreifen der Aussagen aus den Geschichten und einen signifikanten Rückgang selbst berichteter Angst vor Dunkelheit im Vergleich zur Kontrollgruppe.[4]

Weitere Phobische Störungen[Bearbeiten]

Weitere Phobische Störungen sind in der Liste von Phobien aufgeführt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Ronald M. Doctor, Ada P. Kahn, Christine A. Adamec: Encyclopedia of Phobias, Fears, and Anxieties. Third Edition Auflage. Facts on File, New York 2008, ISBN 978-0-8160-6453-3.
  2.  Peter Muris, Harald Merckelbach, Birgit Mayer, Elske Prins: How serious are common childhood fears?. In: Behaviour Research and Therapy. 38, Nr. 3, 2000, S. 217-228, doi:10.1016/S0005-7967(98)00204-6.
  3.  Hans-Ulrich Wittchen, Frank Jacobi: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 21, Angststörungen. Robert-Koch-Institut, Berlin 2004, ISBN 3-89606-152-6.
  4.  Avigdor Klingman: Biblioguidance With Kindergartners: Evaluation of a Primary Prevention Program to Reduce Fear of the Dark. In: Journal of Clinical Child Psychology. 17, Nr. 3, 1988, S. 237-241, doi:10.1207/s15374424jccp1703_7.
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