Achszähler

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Achszähler sind heute elektronische Bauteile zum Zählen der Achsen vorbeifahrender Züge. Ihr Prinzip beruht darauf, dass die durch die angeschlossenen Sensoren (Zählpunkt, Radsensor) gezählten Achsen bei Gleiseintritt und -austritt verglichen werden. Das üblicherweise verwendete Symbol für einen Achszähler zeigt zwei Punkte durchzogen von einer horizontalen Linie. Ältere Achszählerbauarten sind praktisch nur noch museal erhalten.

Technik[Bearbeiten]

Ein Radsensor der Firma Siemens im eingebauten Zustand

An einem Gleisabschnitt sind mehrere punktuelle Sensoren, so genannte Impulsgeber oder auch Radsensoren eingebaut, welche die Fahrzeugachsen an motorgetriebene (veraltet) oder elektronische Achszählwerke melden. Bei elektronischen Achszählern ist ein Teil der Anschaltung in einem Gleisanschlussgehäuse nahe den Impulsgebern verbaut, die Auswertung erfolgt meist zentralisiert im Stellwerksgebäude. Beim Einfahren in den mit einem Achszähler ausgerüsteten Gleisabschnitt werden die Achsen der Schienenfahrzeuge eingezählt, beim Ausfahren ausgezählt. Ein Gleisabschnitt wird als „frei“ gemeldet, wenn alle eingezählten Achsen wieder ausgezählt worden sind; ist die Anzahl der ein- und ausgezählten Achsen ungleich, wird der Abschnitt als „besetzt“ registriert.

Um Sensorfehler besser erkennen und die Fahrtrichtung feststellen zu können, werden die Radsensoren bzw. Zählpunkte häufig als Doppelkontakte ausgeführt. Bei der Deutschen Bahn werden hauptsächlich induktive Schienenkontakte eingesetzt: Ein Sender auf der Schienenaußenseite strahlt ein Magnetfeld ab, welches auf einen Empfänger auf der Schieneninnenseite wirkt. Wenn sich ein Rad durch dieses Feld bewegt, wird die Feldänderung als „gezählte Achse“ erkannt. Die Fahrtrichtung wird durch zeitliche Verschiebung der Feldrichtungsänderung zum zweiten Sender/Empfängerpaar erkannt.

Weblinks[Bearbeiten]