Acker-Ringelblume

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Acker-Ringelblume
Acker-Ringelblume (Calendula arvensis)

Acker-Ringelblume (Calendula arvensis)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Calenduleae
Gattung: Ringelblumen (Calendula)
Art: Acker-Ringelblume
Wissenschaftlicher Name
Calendula arvensis
(Vaill.) L.

Die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ringelblumen (Calendula) und innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Blütenkorb von oben; die Strahlenblüten enden mit drei Kronzähnen.
Habitus, Blütenkorb und Früchte.
Früchte der Acker-Ringelblume

Die Acker-Ringelblume wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimeter. Die niederliegenden oder bogig aufsteigenden, verzweigten Stängel sind bis zu den Blütenkörben beblättert. Die unteren Laubblätter sind spatelförmig, kurz gestielt, ganzrandig oder entfernt stumpf gezähnt, die oberen sind lanzettlich mit seicht herzförmigem, stängelumfassendem Grund.

Die körbchenöfrmigen Blütenstände weisen einen Durchmesser von meist 1 bis 2 (selten bis zu 3,5) Zentimeter auf. Die weit glockig Hülle besteht aus grünen Hüllblättern, die an der Spitze oft rötlich überlaufen und weißhäutig berandet sind. Die Blüten sind meist zitronengelb, seltener goldgelb. Die Zungenblüten sind 7 bis 12 mm lang und meist weniger als doppelt so lang wie die Hüllblätter. Die stark gekrümmten, am Rücken dornigen Achänen sind innerhalb eines Korbes meist von dreierlei Gestalt. Die äußeren, Hakenfrüchte genannten, enden in einem zweischneidigen Schnabel und sind ungeflügelt und doppelt so lang wie die Hülle, die mittleren, Kahnfrüchte genannten, sind schwach kahnförmig, die inneren, Larvenfrüchte genannten, sind ringförmig eingerollt und am Rücken quer gerieft.

Die Acker-Ringelblume blüht in Mitteleuropa zwischen April und Oktober, im Mittelmeerraum meist von November bis Mai, selten auch ganzjährig.[1]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 44.

[Bearbeiten] Vorkommen

Die Acker-Ringelblume hat ihr Hauptverbreitungsgebiet im Mittelmeergebiet einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira und kommt dort weit verbreitet und häufig in allen floristischen Territorien vor.[2]

In Deutschland kommt die Acker-Ringelblume als Archäophyt in Weinbaugebieten vor und tritt darüber hinaus gelegentlich unbeständig auf. Sie gilt in Mitteleuropa als wärmeliebende Art und wächst in Weinbergen, in Hackfrucht-Äckern, an Ackerrändern und Ruderalflächen auf nährstoffreichen, lockeren, kalkhaltigen Lehmböden. Sie ist dort eine Kennart des Geranio-Allietum aus dem Verband Fumario-Euphorbion. Sie gilt bundesweit als stark gefährdet, kommt aber regelmäßig nur noch in Baden-Württemberg als vom Aussterben bedroht und in Rheinland-Pfalz als stark gefährdet vor.[3]

Die Acker-Ringelblume ist in Südafrika,[4] Argentinien, Chile und Uruguay,[5] in Kalifornien selten[6], in Neuseeland lokal[7] eingebürgert.

[Bearbeiten] Literatur

  •  Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. 
  •  Gustav Hegi (Begr.), Gerhard Wagenitz (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band VI. Teil 4: Compositae 2, Matricaria – Hieracium. 2. Auflage. Paul Parey, Berlin und Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9 (überarb. u. erw. Nachdr. d. 1. Aufl. (Band VI/2 v. 1929)). 
  • Robert Desmond Meikle: Calendula L. In:  T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 206–207 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche). 

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1.  Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Vol. 1–3, Edagricole, Bologna 1982 (Nachdruck 2002), ISBN 88-506-2449-2, S. 139 (Band 3). 
  2. Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): Calendula arvensis.] In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009.
  3. Acker-Ringelblume. In: FloraWeb.de., abgerufen am 25. Februar 2012
  4. G. E. Gibbs Russell, W. G. Welman, E. Reitief, K. L. Immelman, G. Germishuizen, B. J. Pienaar, M. v. Wyk, A. Nicholas: List of species of southern African plants. In: Memoirs of the Botanical Survey of South Africa. Band 2, Nr. 1–2: 1–152 (Teil 1), 1–270 (Teil 2), Calendula arvensis online bei Tropicos.
  5. Flora del Conosur. Catálogo de las Plantas Vasculares. Instituto de Botánica, Darwinion. San Isidro. Prov. de Buenos Aires.
  6. Bruce G. Baldwin, Douglas H. Goldman, David J. Keil, Robert Patterson, Thomas J. Rosatti (Hrsg.): The Jepson Manual. Vascular Plants of California. 2. überarb. u. erweit. Aufl., University of California Press 2012, ISBN 978-0-520-25312-4 Calendula arvensis online.
  7. C. J. Webb, W. R. Sykes, P. J. Garnock-Jones: Flora of New Zealand. Volume IV: Naturalised Pteridophytes, Gymnosperms, Dicotyledons. 1988. ISBN 0-477-02529-3. online.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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