Act of Valor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Act of Valor
Originaltitel Act of Valor
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 111 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Mike McCoy
Scott Waugh
Drehbuch Kurt Johnstad
Produktion Mike McCoy
Scott Waugh
Musik Nathan Furst
Kamera Shane Hurlbut
Schnitt Siobhan Prior
Michael Tronick
Scott Waugh
Besetzung
Synchronisation

Act of Valor ist ein US-amerikanischer Actionfilm von Mike McCoy und Scott Waugh aus dem Jahr 2012. Der Film zeigt eine fiktive Geschichte, die auf wahren Einsätzen beruht, darunter der überlebte Schuss ins Auge des SEALs sowie die Befreiung der verdeckt operierenden CIA-Agentin.[1] Die Soldaten der United States Navy SEALs werden von echten SEALs sowie Angehörigen der SWCC dargestellt, die sich noch im aktiven Dienst befinden.[1] Die US-amerikanische Regierung gab ihr Einverständnis für die Teilnahme der Angehörigen der Streitkräfte unter der Bedingung, dass ihre vollständigen Namen nicht genannt und ihre Identität nicht aufgedeckt werde.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Auf den Philippinen wird in einer internationalen Schule in Manila ein Selbstmordanschlag verübt, bei dem der US-amerikanische Botschafter, sein Sohn und viele andere Kinder ums Leben kommen. Hierfür verantwortlich ist der Terrorist Abu Shabal.

In Costa Rica befindet sich die CIA-Agentin Lisa Morales, die in einem Undercover-Einsatz die Verbindung des Drogen- und Waffenhändlers Christo zu Abu Shabal nachweisen soll. Doch sie wird enttarnt, von Christos Gefolge entführt und gefoltert. Daraufhin wird eine Einheit der United States Navy SEALs unter dem Kommando von Lieutenant Rorke, dessen Frau schwanger ist, mit der Befreiung der Agentin beauftragt. Die SEALs werden in der Nähe von Christos Camp abgesetzt und töten seine Männer diszipliniert, professionell und geräuschlos. Als sie Agentin Morales befreien, wird der Soldat Mikey beschossen und verliert dadurch ein Auge.

Zwischenzeitlich besorgt sich Abu Shabal spezielle Sprengstoffwesten. Diese sind jeweils mit 500 Keramikkugeln gefüllt, von keinem Metalldetektor zu orten und richten bei der Detonation verheerende Schäden an. Er plant damit einen schrecklichen Terroranschlag auf verschiedene US-amerikanische Städte mittels Selbstmordattentätern. Christo ist für die Einschleusung der Terroristen in die USA verantwortlich.

Dieselbe SEALs-Einheit wird nun nach Somalia beordert, da dort die Übergabe des Sprengstoffes stattfindet. Vor dem Einsatz übergibt Rorke Dave einen Brief, falls ihm etwas zustoßen sollte. In Somalia entdecken die Soldaten zwei Flugzeuge, die mit der tödlichen Fracht in Richtung Mexiko starten. Derweil überwältigt eine andere Einheit im Südpazifik Christo auf seiner Yacht. Er gesteht in der Vernehmung den geplanten Terrorakt, kann diesen jedoch nicht mehr stoppen. Die Einheit um Lieutenant Rorke stürmt daraufhin ein mexikanisches Dorf und findet einige Sprengstoffwesten, die Attentäter sind aber bereits auf dem Weg zur mexikanischen Grenzstadt Mexicali. Diese Stadt wird vom Drogenkartell beherrscht und bietet einen illegalen Tunnelzugang in die USA.

Dort angekommen werden Rorke und seine Männer in schwere Feuergefechte verwickelt, können sich jedoch bis kurz vor den Tunnel vorkämpfen. Von einem Terroristen wird eine Granate in den geschlossenen Raum, in dem sich die Soldaten befinden, geworfen. Heldenhaft stürzt sich Rorke auf die Granate, um seinen Kameraden so das Leben zu retten. Sein Körper dämpft die Explosion erheblich ab, doch diese Aktion kostet ihn das Leben. Abu Shabal und die Attentäter können alle getötet werden.

Lieutenant Rorke Engel wird mit allen militärischen Ehren beerdigt. Der Brief, den er Dave gegeben hatte, ist an sein ungeborenes Kind gerichtet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten]

Der Film wurde in den USA in mehreren Bundesstaaten gedreht.[2] In Kalifornien entstanden Aufnahmen in El Centro, in San Diego, auf San Clemente Island sowie in der Mojave-Wüste.[2] In Florida wurde in Key West gedreht, in Mississippi entstanden Aufnahmen in Stennis.[2] Weitere Aufzeichnungen wurden in Mexicali in Mexiko sowie auf den Philippinen, in Kambodscha, in Puerto Rico sowie in der Ukraine vorgenommen.[2] Die Filmcrew besuchte Trainingseinrichtungen der United States Navy, darunter die Basis eines Drogenkartells, ein Terrorausbildungscamp auf einer einsamen Insel sowie die Yacht eines Schmugglers, um den Film an geeigneten Filmsets möglichst realistisch in Szene setzen zu können.[1] Um den Realismus der Aufnahmen weiter zu erhöhen, wurde in einigen Szene scharfe Munition verwendet.[1] Im Gegensatz dazu wurde die Folterszene entschärft, so dass hier eine „Hollywood“-Szene gedreht wurde, anstatt eine weitaus drastischere, realistische Darstellung anhand der Erfahrungen der SEALs zu inszenieren, die zu einer unerwünschten X-Rating-Altersfreigabe geführt hätte.[1] Selbst bei der Szene, in der die Rocket Propelled Grenade auf einen der SEALs abgefeuert wird, waren die Filmemacher um eine realistische Darstellung bemüht, denn solche Waffen detonieren in der Regel aus Sicherheitsgründen erst nach einer bestimmten Anzahl Umdrehungen, um eine versehentliche Detonation in der Nähe des Schützen zu vermeiden.[1] Channing Moss, ein ehemaliger Soldat der United States Army, überlebte am 16. März 2006 einen Angriff mit einer solchen Waffe in Afghanistan, wofür er mit dem Purple Heart ausgezeichnet wurden.[1] Die Szene, in der sich der SEAL auf eine Handgranate wirft, um seine Kameraden zu retten, ist an Michael Anthony Monsoor, Petty Officer Second Class der United States Navy SEALs, angelehnt, der sich in dieser Weise am 29. September 2006 in Ramadi opferte, um mehrere Kameraden sowie irakische Soldaten zu retten und dafür postum mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde.[1][3] Den Einsatzzyklen der SEALs war geschuldet, dass sich die Hauptdreharbeiten über zweieinhalb Jahre hinzogen.[1]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Angehörigen der United States Army, United States Navy, United States Marine Corps und United States Air Force ROTC wurde an der University of Illinois eine Testvorführung gezeigt, die einleitende Kommentare der Regisseure umfasste.[1]

Seine Premiere feierte der Film in Nashville in Tennessee am 7. Februar 2012.[4] Am 24. Februar 2012 erfolgte der Kinostart in den USA sowie in Kanada.[4] Im Vereinigten Königreich lief der Film am 23. März 2012 an.[4] In Deutschland war er in den Kinos ab dem 24. Mai 2012 zu sehen.[4]

Universum Film veröffentlichte den Film in Deutschland am 16. November 2012 mit einer FSK-16-Freigabe.

Finanzieller Erfolg[Bearbeiten]

Das Budget des Films wird auf 12 Millionen US-Dollar geschätzt. In den USA wurde ein Einspielergebnis in Höhe von 70 Millionen US-Dollar erzielt. Weltweit spielte der Film umgerechnet über 81,2 Millionen US-Dollar ein.[5]

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei Film- & Fernseh-Synchron in Berlin.[6] Das Dialogbuch verfasste Stephan Hoffmann, der auch die Synchronregie führte.[6] Alex Turrek synchronisierte den Nachrichtensprecher, den Daniel Southworth spielte.[6] Zudem ist Turrek im Funkverkehr unter dem Codenamen Blackbeard zu hören.[6]

Soundtrack[Bearbeiten]

Am 18. Mai 2012 veröffentlichte Sony Classical den Soundtrack zum Film, der zehn Musiktitel enthält.

Nr. Titel Interpret
1. For You Keith Urban
2. Guide Me Home Sugarland, Kristian Bush, Jennifer Nettles
3. I Was Here Lady Antebellum
4. If The Sun Comes Up Trace Adkins
5. Two Solders Coming Home Lori Mckenna
6. The Best I Can Jake Owen
7. What It Takes Montgomery Gentry
8. The Best Of Me Josh Kelley
9. Where We Left Off Hunter Hayes
10. Whatever Brings You Back Wynonna Judd

Kritiken[Bearbeiten]

„Banaler Actionfilm als unverhohlene Werbung für eine Eliteeinheit der US-Army, der abstoßende und hochbedrohliche Szenarien aufbaut, um damit ohne kritische Hinterfragung den rücksichtslosen Einsatz der Seals zu rechtfertigen.“

Lexikon des Internationalen Films[7]

„Navy SEALs sind US-amerikanische Elitesoldaten, die besonders schwierige Aufträge ausführen, wie etwa die letztjährige Geheimmission in Pakistan, die zu Osama Bin Ladens Tod führte. Die beiden ehemaligen Stuntmänner Scott Waugh und Mike McCoy geben für ihr Regiedebüt Einblick in die hartgesottene Welt dieser militärischen Superhelden. Den Regienovizen war daran gelegen, ihre Protagonisten so authentisch wie möglich zu porträtieren und kamen daher zu dem Schluss, dass dies nur mit echten SEALs möglich sein würde. Darüber hinaus ist die Story von Drehbuchautor Kurt Johnstad (‚300‘) als Dokudrama angelegt, allerdings wird die Authentizität durch die Entscheidung gemindert, Hollywood-Konventionen folgend verschiedene Missionen für den Film zu verflechten.“

Kino.de[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Beim Palm Springs International Film Festival wurde Scott Waugh und Mike McCoy in der Kategorie Directors to Watch ausgezeichnet.[9] Bei den Teen Choice Awards 2012 wurde der Film in der Kategorie Choice Movie: Action nominiert.[9] Der Film erhielt 2012 bei den ALMA Awards eine Nominierung in der Kategorie Favorite Movie, während Roselyn Sánchez in der Kategorie Favorite Movie Actress – Drama/Adventure nominiert wurde.[9] Für den Critics Choice Award wurden Keith Urban und Monty Powell im Jahr 2013 bei den Broadcast Film Critics Association Awards für den Musiktitel For You in der Kategorie Best Song nominiert, während die beiden für denselben Titel im Jahr 2013 für einen Golden Globes Award nominiert wurden.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Hintergrundinformationen. Internet Movie Database, abgerufen am 24. Dezember 2012 (englisch).
  2. a b c d Drehorte. Internet Movie Database, abgerufen am 24. Dezember 2012 (englisch).
  3. sfgate.com: Navy SEAL risks, rewards captured in feature film, Paul McHugh, 7. Juni 2011
  4. a b c d Starttermine. Internet Movie Database, abgerufen am 24. Dezember 2012 (englisch).
  5. Einspielergebnisse auf boxofficemojo.com
  6. a b c d Act of Valor in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 24. Dezember 2012.
  7. Act of Valor im Lexikon des Internationalen Films
  8. Act of Valor kino.de
  9. a b c d Auszeichnungen. Internet Movie Database, abgerufen am 24. Dezember 2012 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]