Operation Active Endeavour

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Flagge der NATO

Operation Active Endeavour (OAE) ist eine militärische Operation im Mittelmeerraum unter der Führung der NATO. Ziel der Operation ist es, NATO-Solidarität und Entschlossenheit zu demonstrieren und zur Entdeckung und Abschreckung terroristischer Aktivitäten im Mittelmeerraum beizutragen.

Nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 beschloss der NATO-Rat erstmals das Inkrafttreten des Bündnisfalls nach Artikel 5 des Washingtoner Vertrags. Die Operation Active Endeavour begann offiziell am 26. Oktober 2001. Wesentliche Aufgabe dieser Operation ist die Seeraumüberwachung zur Erfassung und Dokumentation des zivilen Seeverkehrs und der daran teilnehmenden Handelsschiffe. Die erfassten Daten sind Grundlage für präventive Maßnahmen gegen terroristische Aktivitäten und werden auch für andere Marineeinsätze im Mittelmeerraum, wie z. B. den UNIFIL-Einsatz der deutschen Marine vor dem Libanon genutzt. Am 4. Februar 2003 wurde der Einsatz erweitert. Seitdem werden auch zivile Schiffe durch die Straße von Gibraltar geleitet, um den Schiffsverkehr in diesem Bereich, der als möglicher Ort für terroristische Anschläge angesehen wird, zu sichern.

Die Deutsche Marine beteiligt sich seit dem 16. November 2001 an diesem Einsatz. Meistens wird dazu ein deutsches Schiff der Standing NATO Maritime Group 1 und 2 (SNMG 1 ist die ehemalige Standing Naval Force Atlantic, SNMG 2 war Standing Naval Force Mediterranean) abgestellt. Meist handelt es sich dabei um Fregatten, doch auch deutsche U-Boote sind seit Jahren beteiligt. Zeitweise operierten in der Straße von Gibraltar auch Schnellboote.

Die Schiffe führen zur Erkennung die NATO-Flagge an der Steuerbordrah ihres Mastes. Die NATO verleiht daran teilnehmenden Soldaten die Article-V-Medaille, das Bundesministerium der Verteidigung die Einsatzmedaille der Bundeswehr für die Teilnahme an der NATO-Operation Active Endeaveour.

Der Bundestag beriet am 16. Januar 2014 eine Verlängerung des Auftrages[1]. Da dort nur eine erste Beratung stattfand, wurde die Diskussion über eine Verlängerung (mit oder ohne Anpassung des Einsatzinhaltes) in den Verteidigungsausschuss übertragen. Aktuell stehen sich zwei verschiedene Sichtweisen gegenüber. Die Bundesregierung möchte das Mandat bis Jahresende weiterlaufen lassen[2]. Jedoch sollen die Einsatzparameter erstens vom NATO-Bündnisfall abgetrennt und zweitens statt einer aktiven eine Beobachtungsmission eingesetzt werden. Bündnis90/Die Grünen und die LINKE fordern ein eigenen Anträgen das Mandat nicht weiter zu verlängern, weil terroristische Aktivitäten nicht aufgedeckt Zweifel an terroristischen Aktivitäten auf Schiffen (GRÜNE), bzw. Auslandseinsätze der Bundeswehr abgelehnt werden (LINKE).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Änderungen bei "Active Endeavour". In: Aktuelle Meldungen (hib). Deutscher Bundestag, 9. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2014.
  2. Florian Manthey: Der Einsatzrealität angepasst: Operation Active Endeavour im Bundestag beraten. Bundesministerium der Verteidugung, 17. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2014.