Acumau
| Suco Acumau | |||
| Daten | |||
| Fläche | 38,88 km²[1] | ||
| Einwohnerzahl | 2.375 (2010)[2] | ||
| Chefe de Suco | Adão Fernandes (Wahl 2009) |
||
| Orte | Position[3] | Höhe | |
| Aimerahun | 8° 37′ S, 125° 40′ O-8.6102777777778125.66666666667877 | 877 m | |
| Fatumanaro | 8° 37′ S, 125° 40′ O-8.6180555555556125.66527777778918 | 918 m | |
| Leroliça | 8° 37′ S, 125° 39′ O-8.6180555555556125.64666666667958 | 958 m | |
| Remexio | 8° 37′ S, 125° 40′ O-8.6155555555556125.66638888889918 | 918 m | |
| Ulaen | 8° 38′ S, 125° 38′ O-8.6347222222222125.641212 | 1.212 m | |
|
|
|||
Acumau (Asumau, Açumau) ist ein osttimoresischer Suco im Subdistrikt Remexio (Distrikt Aileu).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Der Suco Acumau liegt im Nordwesten des Subdistrikts Remexio und hat eine Fläche von 38,88 km².[1] Östlich liegen die Sucos Liurai und Tulataqueo, südöstlich der Suco Faturasa und südlich die Sucos Fadabloco und Fahisoi. Im Westen grenzt Acumau an den Subdistrikt Laulara mit seinem Suco Talitu und im Südwesten an den Subdistrikt Aileu mit seinem Suco Saboria. Im Norden liegt der Distrikt Dili mit den Subdistrikten Cristo Rei (Suco Cristo Rei) und Metinaro (Suco Sabuli). Entlang der Südgrenze fließt der Fluss Bauduen. In ihn mündet der in Acumau entspringende Aikoereima. Nah der Ostgrenze entspringt der Cihohani. Die Flüsse gehören zum System des Nördlichen Laclós.[4]
Im Zentrum Acumaus liegt Remexio, der Hauptort des gleichnamigen Subdistrikts. Eine Überlandstraße durchquert Ort und Suco von West nach Ost und verbindet sie mit Laclo im Osten und der Landeshauptstadt Dili im Nordwesten. Im Westen zweigen sich von ihr Überlandstraßen nach Liquidoe im Süden und der Distriktshauptstadt Aileu im Südwesten. Nah dem Ort Remexio liegen die Dörfer Fatumanaro (Fatu Manaru) und Aimerahun. Weiter westlich liegt an der Überlandstraße das Dorf Leroliça (Lerolissa, Relolisa) und an der Straße nach Lequidoe der Ort Ulaen (Ulacn). In Remexio gibt es eine Grundschule, eine prä-sekundäre Schule (Escola Presecundaria Acumau),[5] ein kommunales Gesundheitszentrum und einen Hubschrauberlandeplatz. Auch in Leroliça beifundet sich eine Grundschule.[6]
Im Suco befinden sich die drei Aldeias Aimerahun, Fatumanaro und Leroliça.[7]
[Bearbeiten] Einwohner
Im Suco leben 2.375 Einwohner (2010,[2] 2004: 1.775[8]). Etwas über 60 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Knapp 30 % sprechen Mambai, etwa 10 % Lolein. Acumau ist das Zentrum der Lolein-Sprecher.[9]
[Bearbeiten] Geschichte
Remexio war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründete sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Remexio, Laclo, Aileu und Dili bot. Hier gab es auch ein Umerziehungslager (Renal), in dem Verdächtigte von der FALINTIL inhaftiert wurden. Aufgrund der schlechten Versorgung starben einige Insassen. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.[10]
Von 1978 bis Ende 1979 gab es beim Ort Remexio ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten. Hier lebten 4.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen, die von Journalisten dokumentiert wurden. Sie hatten das Camp zusammen mit elf ausländischen Botschaftern und dem damaligen indonesischen Außenminister Mochtar Kusumaatmadja am 6. und 7. September 1978 besucht. Fotos von unterernährten Erwachsenen und Kindern aus dem Camp wurden weltweit in Zeitungen veröffentlicht. Viele Menschen starben an Hunger und Durchfallerkrankungen. Zwischen 1970 und 1980 sank die Bevölkerungszahl von Remexio von 7.851 auf 4.880 um 37,8 %.[10]
Am 6. September wurde der gesamte Subdistrikt in der Krise in Osttimor 1999 durch pro-indonesische Milizen verwüstet. Nur wenige Tage vorher hatte sich die Bevölkerung Osttimors in einem Referendum für die Unabhängigkeit von Indonesien ausgesprochen. Häuser und öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, wurden niedergebrannt. Auch die Wasserleitung und die Stromgeneratoren wurden zerstört.
[Bearbeiten] Politik
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Domingos Soares zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann Adão Fernandes.[12]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Census 2010)
- ↑ a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch)
- ↑ Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
- ↑ Timor-Leste GIS-Portal
- ↑ Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
- ↑ UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008
- ↑ Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Portugiesisch)
- ↑ Statistisches Amt Timor-Leste Census 2004
- ↑ Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Acumau (Tetum)
- ↑ a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados
[Bearbeiten] Weblinks
-8.6155555555556125.66638888889Koordinaten: 8° 37′ S, 125° 40′ O