ad-Du'ain

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الضعين
Ed Daein
Ad-Du'ain
Ad-Du'ain (Sudan)
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Koordinaten 11° 26′ N, 26° 10′ O11.4326.16Koordinaten: 11° 26′ N, 26° 10′ O
Basisdaten
Staat Sudan

Bundesstaat

Scharq Darfur
Distrikt ad-Du'ainkein Link
Einwohner 193.464 (Berechnung 2013)
Politik
Gouverneur Siddigh abdel-Nabi Hassan

Ad-Du'ain (arabisch ‏الضعين‎, DMG aḍ-Ḍuʿain) Alternativschreibungen Ed Daein, Ed Dain, ad-Dain, Al Deain oder El Dain, ist die Hauptstadt des 2012 neu geschaffenen sudanesischen Bundesstaates Scharq Darfur.

Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt rund 850 km südwestlich von Khartum und rund 150 km südöstlich von Nyala, der Hauptstadt des Bundesstaates Dschanub Darfur entfernt. Ad-Du'ain liegt an der Eisenbahnlinie zwischen den Städten Nyala im Westen und al-Ubayyid im Osten. Der Personenzugverkehr ist eingestellt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ad-Du'ain hat 193.464 Einwohner nach einer Berechnung von 2013.

Bevölkerungsentwicklung:

Jahr Einwohner[1]
1973 (Zensus) 18.457
1983 (Zensus) 21.666
1993 (Zensus) 73.335
2012 (Berechnung) 188.577
2013 (Berechnung) 193.464

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt ist Anlaufpunkt vieler Flüchtlinge im andauernden Konflikt in Darfur. Ende 2007 wurden 50.000 Binnenvertriebene in dem Flüchtlingslager geschätzt.[2] Die WHO unterhält in der Stadt ein Krankenhaus, um den betroffenen Personen zu helfen. Als die Bahnlinie ins südlich gelegene Wau während des Bürgerkrieges in Südsudan noch in Betrieb war, war Ed Daein ein Handelsplatz für Sklaven. Dinka-Kinder wurde hier an arabische Menschenhändler verkauft.[3]

Ed Daein ist durch ein Massaker am 27. März 1987 an Dinka bekannt geworden, die vor dem Sezessionskrieg im Südsudan aus dem Süden hierher geflohen waren. Mehrere hundert Dinka, die meisten waren Frauen und Kinder, wurden von arabischen Baggara-Rizeigat ermordet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.dead̨-D̨u'ayn. World Gazetter
  2. Insecurity prevents Darfur displaced from returning home. Sudan Tribune, 2. Dezember 2007
  3. James Astill: Sudan's stolen children. Guardian, 3. März 2002