Ad nauseam

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Ad nauseam (lat., wörtlich: bis zur Seekrankheit) ist ein Ausdruck für eine Diskussion, die bis zum Punkt „des Erbrechens“[1] geführt wurde, also bis zu einem Punkt, in dem die Diskussion so weitreichend war, dass jeder Beteiligte davon genug hat.[2] Es ist verwandt, jedoch nicht gleich zum argumentum ad infinitum.

Argumentationsfehler „ad nauseam“[Bearbeiten]

Ausweichen von Argumenten[Bearbeiten]

Die Berufung auf ad nauseam birgt das Risiko eines Argumentationsfehlers, im Speziellen den Versuch, sich eines unangenehmen Themas oder Argumenten, die man nicht entkräften kann, dadurch entziehen zu wollen, indem man diese als bereits zu oft diskutiert und damit weitere Diskussion für überflüssig erklärt.[2]

Beweis durch Wiederholung[Bearbeiten]

Als ad nauseam bezeichnet man auch den Argumentationsfehler, nachdem eine Behauptung solange – auch von verschiedenen Leuten – wiederholt wird, bis sie als wahr akzeptiert wird, ohne dass jedoch ein Beweis geführt wurde, der die Behauptung bestätigen würde.[3]

Zum „Beweis durch Wiederholung“ wird oft das Lenin zugeschriebene (wahrscheinlich aber nicht von ihm stammende) Zitat angeführt: „Eine Lüge, die oft genug erzählt wird, wird irgendwann zur Wahrheit.“.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. ad nauseam - Definition auf Dictionary.com
  2. a b Schleichert, Hubert: "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren", 5. Auflage 2005, S. 48.
  3. Kuran, Timur: Leben in Lüge: Präferenzverfälschungen und ihre gesellschaftlichen Folgen, 1997, S. 200