Ada (Serbien)

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Ада
Ada
Wappen von Ada (Serbien)
Ada (Serbien) (Serbien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Serbien
Provinz: Vojvodina
Okrug: Severni Banat
(nördliches Banat)
Koordinaten: 45° 48′ N, 20° 8′ O45.79694444444420.133055555556Koordinaten: 45° 47′ 49″ N, 20° 7′ 59″ O
Fläche: 228,6 km²
Einwohner: 18.994 (2002)
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+381) +381 24
Postleitzahl: 24430
Kfz-Kennzeichen: SA
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Zoltan Bilicki
Webpräsenz:
Römisch-katholische Dreifaltigkeitskirche in Ada

Ada (serbisch-kyrillisch Ада, ungarisch Ada) ist eine Stadt in der historischen Region Batschka, die zum Okrug Severni Banat in der serbischen autonomen Provinz Vojvodina gehört. Der Verwaltungssitz der gleichnamigen Opština liegt circa 25 km westlich von Kikinda. In Ada gibt es eine römisch-katholische und die serbisch-orthodoxe Christi-Himmelfahrts-Kirche.

Opština[Bearbeiten]

Die Opština Ada liegt entlang der Theiß in der Batschka. Neben der Stadt Ada gehören zur Gemeinde auch die Stadt Mol und die drei nachfolgenden Dörfer (ungarische Namen der Dörfer sind kursiv geschrieben)

Etymologie[Bearbeiten]

Der Ursprung des Namens ist im türkischen ada (flussartige Insel) zu suchen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ada zählte im Jahre 2002 18994 Einwohner. In der Volkszählung 2002 wählten davon:

  • 14558 Ungarn (76,6 %)
  • 3324 Serben (17,5 %)
  • 277 Roma (1,45 %)
  • 275 Jugoslawen (1,44 %)
  • andere

als Bezeichnung.

Die Stadt Ada alleine betrachtet:

1991 betrug die Einwohnerzahl 12078.

  • 10010 Ungarn (83 %)
  • 1075 Serben (8,9 %)
  • 640 Jugoslawen (5,3 %)
  • 88 Roma
  • 53 Kroaten
  • 36 Montenegriner, 16 Slowaken, 10 Muslime, 9 Albanen, 9 Slowenen, 7 Rumänen, 6 Bunjewazen, 4 Bulgaren, 4 Deutsche, 2 Mazedonen, 2 Ukrainer, 1 Russe, 1 Ruthenen, 15 Sonstige, 64 Unbekannte, 18 gaben keine Auskunft, 8 Regionale.

2002 betrug die Einwohnerzahl 10547.

  • 8744 Ungarn (82,9 %)
  • 1106 Serben (10,5 %)
  • 216 Jugoslawen
  • 117 Roma
  • 43 Kroaten
  • 27 Albaner, 21 Montenegriner, 14 Muslime, 10 Deutsche, 10 Slowaken, 7 Rumänen, 4 Bunjewazen, 3 Bosnier, 3 Slowenen, 3 Ukrainer, 1 Russe, 13 Sonstige, 165 gaben keine Auskunft, 24 Regionale, 16 Unbekannte.

Verkehr[Bearbeiten]

Neue Brücke in Ada über die Theiß

Ada und Mol hatten ab 1889 einen Bahnanschluss, die Strecke wurde in den 1960er Jahren zwischen Bečej und Senta stillgelegt.

Am 24. Dezember 2010 wurde am Südrand von Ada eine neue Brücke über die Theiß dem Verkehr übergeben.[1] Sie soll später durch den Bau einer weiteren Straße die Verbindung zwischen der Autobahn E75 und der Stadt Kikinda sicherstellen. Die Brücke wurde auch errichtet, um die Attraktivität für Unternehmen zu erhöhen, da die einzigen weitere Brücken zur Überquerung der Theiß sich bei den jeweils 20 km nördlich und südlich von Ada entfernten Städten befinden (Senta und Bečej).

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Ada befindet sich schon seit langer Zeit eine größere Stahlfirma mit dem Namen Potisje, die Konservenfabrik Zora und eine Industrienäherei. Seit wenigen Jahren siedeln sich vermehrt Klein- und mittelständische Unternehmen im Industriepark zwischen den Städten Ada und Mol an. Vor allem Firmen im Bereich der Landwirtschaft bauten in den letzten Jahren vermehrt Gewächshäuser.

Tourismus[Bearbeiten]

Es ist geplant, in Orlovač [2] ein Heilbad zu errichten. Schon während der Besetzung des Banats durch das Osmanische Reich hatten die Osmanen dort ihre Bäder und Krankenhäuser. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es immer wieder Bemühungen von Unternehmen außerhalb Serbiens, den Ort touristisch zu erschließen, so auch von Neckermann Reisen. Jedoch scheiterte dies an der Zustimmung der Behörden.

Die Stadt Ada hat unmittelbar an der Theiß ein Freizeitzentrum namens Adica, dass sie mit weiteren Gebäuden erweitern möchte. In diesem Zusammenhang soll auch ein Hotel für die Besucher entstehen.

Außerdem findet in der Stadt jährlich ein Motorradtreffen statt, zu dem auch viele ausländische Besucher kommen. [3]

Bildung[Bearbeiten]

Neben zwei allgemeinbildenden Schulen gibt es noch die Musikschule „Béla Bartók“ und eine Berufsschule.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Нови мост на Тиси. (Neue Brücke über die Theiß.) RTS, 24. Dezember 2010
  2. Heilbad Orlovač: "BANJA ORLOVAČA" 2006 (PDF-Datei; 2,48 MB)
  3. Alljährliches Motorradtreffen: "mc-cobra"

Weblinks[Bearbeiten]