Ada Falcón

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Ada Falcon, 1935

Aída Elsa Ada Falcon, oder auch Ada Falcón (* 17. August 1905 in Buenos Aires, Argentinien; † 4. Januar 2002 in Salsipuedes, Argentinien) war eine argentinische Tango-Tänzerin, Sängerin und Filmschauspielerin der zwanziger und der dreißiger Jahre.

Leben[Bearbeiten]

Ada Falcon wurde 1905 in Buenos Aires geboren, wo sie als Elfjährige unter dem Namen „La joyita argentina“ (das kleine argentinische Juwel) im Theater zu arbeiten begann. Im Alter von 13 Jahren trat sie in ihrem ersten Film, EL festin de Los Caranchos (1918), auf.

Sie arbeitete sowohl in zahlreichen musikalischen Aufführungen als auch als Schauspielerin in unterschiedlichen Theatern und in Filmen. 1925 wurden erste Tango-Aufnahmen mit ihr als Solistin und dem Orchester von Osvaldo Fresedo für Victor-Aufzeichnungen erstellt.

Berühmt wurde sie als Sängerin von Francisco Canaro, mit dem sie auch ein turbulentes romantisches Verhältnis hatte. Während dieser Periode produzierte sie mehr als 100 Aufnahmen als Tangosängerin. Ihre Stimmlage war Mezzosopran, was ungewöhnlich für die Tango-Sänger dieser Zeit war, die im Allgemeinen eine sehr scharfe Stimme hatten.

Sie lebte sehr wohlhabend, liebte Luxus und Pelze, kostspieligen Schmuck und Ruhm. Von 1930 bis 1942 erstellte sie mehr als 200 Aufnahmen und war am Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens. 1934 spielte sie eine Rolle in dem Film Idolos de la radio.

1942 zog sie sich plötzlich vom öffentlichen Leben zurück, lebte isoliert in ihrem Haus und vermied jeglichen Kontakt mit der Außenwelt. Die Ursache von all diesem ist ein Geheimnis, über das sie nie sprach. Viele spekulierten, dass es mit der enttäuschten Liebe zu Canaro zusammenhängen könne.

Nach einer Weile lebte sie zurückgezogen und unter einfachen Bedingungen in einem Kloster in den Hügeln von Córdoba (Argentinien). Im Alter von 96 Jahren starb sie am 4. Januar 2002 in Buenos Aires und fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Cementerio de la Chacarita.

Dokumentarfilm[Bearbeiten]

Sergio Wolf arbeitet zur Zeit an einem Dokumentarfilm über ihr Leben. Seit 1942 hatte sie verboten, dass Fotos von ihr gemacht werden. Außerdem gab sie nur selten Interviews. Erst 1995 gab sie dem Filmemacher ein Interview.

Weblinks[Bearbeiten]