Adam Didur

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Adam Didur
Adam Didur als Boris Godunov in der Amerika-Premiere der Oper 1913

Adam Didur (* 24. Dezember 1874 in Sanok; † 7. Januar 1946 in Kattowitz) war ein polnischer Opernbassist und Theaterdirektor in Bytom.

Gesangsunterricht nahm Didur in Lemberg und Mailand, wo er in einem Konzert in Beethovens 9. Symphonie debütierte.

Seinem Opern-Debüt in Rio de Janeiro 1894 folgten Auftritte in Russland, der Warschauer Oper (1899–1903) und an der Mailänder Scala (1903–1906) sowie an der Covent Garden Opera London 1905. Von 1905 bis 1908 wirkte er in Buenos Aires, machte 1907 aber auch ein Gastspiel in New York.

Bei seinem Debüt an der Metropolitan Opera 1908 gab er den Oberpriester Ramfis in Verdis Aida, und er wurde dort zu einem der führenden Bassisten, der 1913 auch den Boris Godunow in Mussorgskis gleichnamiger Oper übernahm. An den Uraufführungen von Puccinis Opern La fanciulla del West und im Trittico, aber auch in der Opernfassung von Humperdincks Königskindern nahm Didur teil und interpretierte die Basspartien. Als Mefistofele in Boitos gleichnamiger Oper sowie in den Rollen der Bösewichter von Hoffmanns Erzählungen trat er mit außerordentlichem Erfolg auf, ging jedoch 1932 wieder nach Europa zurück, um in Lemberg die Operndirektion zu übernehmen, was dann jedoch scheiterte.

Didur wurde jedoch 1945 dann Direktor der Opera Śląska in Bytom, deren erstes polnisches Personal zu einem Gutteil aus Lemberg stammte.

Rollen-Repertoire[Bearbeiten]

Didur sang die Basspartien in u. a. folgenden Opern:

Literatur[Bearbeiten]

  • Kutsch/Riemens: Großes Sängerlexikon. Saur Verlag
  • Jürgen Kesting: Die Großen Sänger. Claasen Verlag

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adam Didur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien