Adblock Plus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Adblock Plus
Logo
Einstellfenster der Filterregeln
Einstellfenster der Filterregeln in Version 1.3.9 unter Windows 7
Basisdaten
Entwickler Wladimir Palant
Erscheinungsjahr 2006
Aktuelle Version 2.0.3
(5. Januar 2012)
Kategorie Add-on
Lizenz MPL
Deutschsprachig Ja
adblockplus.org

Adblock Plus (englisch für „Werbesperre plus“) ist ein populäres Werkzeug zur Unterdrückung von Werbung auf Webseiten (Werbeblocker). Es ermöglicht dem Anwender Online-Werbung zu verstecken und Werbeelemente gar nicht erst aus dem Web herunterzuladen. Adblock Plus kann neben Grafiken auch Inlineframes, Java-Applets, Flash-Werbung sowie reine Textwerbung entfernen.[1]

Adblock Plus ist als Erweiterung für verschiedene Browser (Mozilla Firefox, Mozilla Firefox Mobile, Google Chrome, K-Meleon), die Internet-Suite Seamonkey und den E-Mail-Client Mozilla Thunderbird verfügbar.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anwendung

Es existieren mehrere Möglichkeiten eine Grafik, eine Flash-Werbung oder ein Inlineframe zu blockieren:

  • Über einen klickbaren Text in der Statusleiste zeigt Adblock eine Liste verfügbarer Elemente, die sich blockieren lassen. Man kann den entsprechenden Link auswählen und so die Anzeige verhindern.
  • Handelt es sich um Grafiken oder Inlineframes, bietet sich zusätzlich die Möglichkeit, auf das entsprechende Objekt rechtszuklicken und den entsprechenden Eintrag auszuwählen (z. B. „Adblock Iframe“ oder „Adblock Image“).
  • Handelt es sich um Flash-Werbung, kann Adblock einen Button an jedes Flashobjekt hängen, mit dem man die URL des entsprechenden Objekts blockieren kann. Diese Option muss vorher in den Einstellungen („obj-Tabs“) aktiviert werden.
  • In den Einstellungen von Adblock ist es jederzeit möglich, neue Einträge hinzuzufügen oder alte zu entfernen.

Um nicht jede einzelne URL blockieren zu müssen, bietet Adblock die Möglichkeit, „Platzhalter“ in Form eines Sternchens (*) zu verwenden. Dabei steht dieses Zeichen für einen beliebigen Inhalt.

Ein Beispiel:

http://de.wikipedia.org
http://*.wikipedia.org
/w/index.php?title=*:bannercontroller

Der erste Link trifft nur auf den deutschen Teil von Wikipedia zu, der zweite würde jedoch das ganze Portal blockieren, der Letzte würde zentrale Mitteilungen, wie den Spendenblock oder technische Ankündigungen auf dem ganzen Portal unterbinden.

Zusätzlich zu dieser Methode gibt es noch die Möglichkeit, reguläre Ausdrücke zu verwenden. Diese bieten eine stark erweiterte Syntax an und erlauben es, explizit zu bestimmen, welche URLs bereinigt werden sollen und dennoch die Liste kurz zu halten. Das ist vor allem für große Listen wie filterset.G wichtig, da mehr Einträge Adblock langsamer machen. Adblock interpretiert alle Filter, die mit einem Schrägstrich beginnen und aufhören, als reguläre Ausdrücke.

[Bearbeiten] Adblock Plus

Da die Weiterentwicklung von Adblock seit 2004 stagniert, entstand mit Adblock Plus ein Fork von Adblock, der folgende zusätzliche Funktionen bietet:

  • Abonnieren vorgefertigter Filterlisten, die auf Wunsch auch automatisch aktualisiert werden. Diese blockieren automatisch einen Großteil der Werbung.
  • Erstellen einer Weißen Liste, auf dieser enthaltene Seiten werden nicht gefiltert.
  • Verbergen unerwünschter HTML-Elemente
  • Anzeige der gesamten Trefferanzahl jedes Filters
  • schnellerer Algorithmus

[Bearbeiten] Acceptable Ads

Seit Version 2.0 ist Adblock Plus standardmäßig so konfiguriert, dass einzelne, als unaufdringlich bewertete Werbeeinblendungen (wörtlich: „acceptable ads“) nicht blockiert werden. Hierzu wird eine spezielle Whitelist eingesetzt.[3] Mithilfe des Features soll positiv auf die Entwicklung des Webs im Ganzen eingewirkt werden.[4] Über das Feature wurde vor der Einführung kontrovers diskutiert und es stieß bei Teilen der Nutzer auf starke Ablehnung.[5]

[Bearbeiten] Gegenmaßnahmen

Inzwischen sind einige Websitebetreiber dazu übergegangen, die Nutzung von Adblock zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So blenden einige Websites Warnmeldungen ein, die auf das Konzept der Werbefinanzierung hinweisen. Im Gegenzug haben auch Nutzer (z.B. mithilfe der Firefox-Erweiterung Greasemonkey) Scripts programmiert, die die Werbeblocker-Erkennung auf diesen Websites aushebeln, so dass die Website trotz Werbeblocker benutzbar ist.

[Bearbeiten] Software mit ähnlicher Funktionalität

Da die Erweiterung sehr populär, aber nur für bestimmte Browser verfügbar ist, gibt es verschiedene Projekte mit dem Ziel in anderen Browsern eine ähnlich Funktionalität zur Verfügung zu Stellen. Für Safari existiert beispielsweise eine eigenständige, auf anderer Codebasis stehende, Erweiterung mit ähnlicher Funktionalität.[6]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Adblock Plus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Dokumentation des Projekts
  2. Installationsseite des Projekts
  3. http://adblockplus.org/en/acceptable-ads
  4. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Adblock-Plus-2-0-laesst-nicht-nervende-Werbung-durch-1394833.html
  5. https://adblockplus.org/blog/random-thought-on-communities
  6. Website der Safari-Fassung
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen