Addison (Vermont)

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Addison
Historische Ortsmitte: Baptistenkirche von 1816 und Town Hall
Historische Ortsmitte: Baptistenkirche von 1816 und Town Hall
Lage in Vermont
Addison (Vermont)
Addison
Addison
Basisdaten
Gründung: 14. Oktober 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Addison County

Koordinaten: 44° 4′ N, 73° 20′ W44.058539-73.33231534Koordinaten: 44° 4′ N, 73° 20′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 1371 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 12,8 Einwohner je km²
Fläche: 126,7 km² (ca. 49 mi²)
davon 107,5 km² (ca. 42 mi²) Land
Höhe: 34 m
Postleitzahl: 05491
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-00325

GNIS-ID: 1462023
Webpräsenz: www.AddisonVT.comVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Champlain bridge.JPG
Die Lake Champlain Bridge über den Hudson River

Addison [1] ist eine Gemeinde im Addison County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 1.371 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Die Gemeinde liegt am Ostufer des Lake Champlain an der Grenze zum Bundesstaat New York. Über den hier dem See entspringenden Hudson River, der ab diesem Punkt die Landesgrenze nach Süden zwischen Vermont und New York bildet, führt eine Straßenverbindung, die Lake Champlain Bridge, zur Landspitze Crown Point. In der Town gibt es drei Siedlungskerne (Villages): West Addison am Ufer des Champlainsees, Chimney Point an der Zufahrt zur Brücke und Addison Four Corners an einer Kreuzung zweier Landstraßen.

Die Town wurde am 14. Oktober 1761 durch Benning Wentworth als Teil der New Hampshire Grants zur Besiedlung ausgerufen, war aber bereits 1731 durch die Franzosen mit einem Fort am Chimney Point besiedelt worden, das als Pendant zum späteren Fort Crown Point diente und den Zugang zum Hudson kontrollierte. 1764 wurde das Land durch königlichen Beschluss dem Staat New York zugeschlagen und ab 1769 durch die Engländer urbar gemacht. Zwischen 1776 und 1783 zogen sich die Siedler in den Süden zurück, der Kriege zwischen Briten, Indianern und Franzosen wegen, in deren Verlauf jedes einzelne Gebäude der Siedler vernichtet wurde.

Die zweite Besiedlung ab 1783 wandelte das flache Land in der Ebene des Champlainsees in fruchtbares Ackerland um. In Ermangelung von Gewässern mit ausreichenden Gefällen konnten aber keine wasserkraftgetriebenen Mühlen errichtet werden; die nächstgelegene Windmühle stand am Crowns Point und war nur mit der Fähre über den Hudson erreichbar. So entwickelte sich, trotz des guten Bodens, weder eine industrielle Ansiedlung noch kam es zu einem großen Bevölkerungswachstum. Ganz im Gegenteil nahm die Bevölkerungszahl ab; ein Trend, der sich erst seit der Mitte der 1960er Jahre wieder umkehrt. Das Land wurde in erster Linie als Weideland genutzt. Für 1840 werden aus der Town 3.212 Rinder und 30.465 Schafe belegt.[3] Die rein landwirtschaftliche Ausrichtung ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben; allerdings wurde die Schafzucht durch die in der Region weit verbreitete Milchviehwirtschaft abgelöst.

Durch die Town führen zwei größere Landstraßen: die Vermont State Route 17 und die Vermont State Route 22A. Bei Chimney Point beginnt zudem die Vermont State Route 125, die südlich in Richtung Bridport zieht. Der nächste Flughafen ist der etwa 15 km entfernte Middlebury State Airport. Auch das nächstgelegene Krankenhaus steht in Middlebury. In Addison existieren eine Grundschule, die bis zur 6. Klasse führt, und zwei Kirchengemeinden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1700 1710 1720 1730 1740 1750 1760 1770 1780 1790
Einwohner 401
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 734 1.100 1.210 1.306 1.229 1.279 1.000 911 847 900
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 851 796 743 684 576 628 645 717 889 1.023
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 1.393 1.371

Einwohnerzahl 1790–2010 laut Volkszählungsergebnissen

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen vom Zentrum der Town.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Addison im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 9. April 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 2f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).