Adela Zamudio

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Adela Zamudio

Adela Zamudio (* 11. Oktober 1854 in Cochabamba; † 2. Juni 1928 ebenda) war eine bolivianische Lehrerin, Schriftstellerin, Dramatikerin, Malerin, die ihre Werke auch unter dem Pseudonym Soledad (Einsamkeit) veröffentlichte.

Adela Zamudio gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen ihres Landes über die Jahrhunderte hinweg. Ihr Geburtstag am 11. November wird in Bolivien heute als Bolivianischer Tag der Frau begangen.

Bereits im Alter von 15 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Gedicht Zwei Rosen und unterzeichnete es mit dem Pseudonym „Soledad“. Es vergingen jedoch weitere zwanzig Jahre bis zum Erscheinen ihres ersten Gedichtbandes Essayos poéticos, der von den Kritikern mit Lob überschüttet wurde. Sie legte ihr Staatsexamen als Lehrerin im Jahr 1890 ab und war kaum fünf Jahre später bereits Direktorin des „Liceo de Señoritas“, das später in „Liceo Adela Zamudio“ umbenannt wurde.

Mit viel Verve focht sie ebenso gegen die Einschränkungen in der akademischen Ausbildung bolivianischer Frauen, wie für eine Trennung von Kirche und Staat und für die Einführung der Zivilscheidung. So war sie zeit ihres Lebens den Angriffen konservativer Bevölkerungsteile und der katholischen Kirche ausgesetzt, sie galt als Atheistin und Anarchistin.

In ihren späten Jahren engagierte sie sich mit großem finanziellen Erfolg konkret für karitative Zwecke und starb im Alter von 73 Jahren an einer Bronchitis, die sie aus Geldmangel hatte nicht angemessen ärztlich versorgen lassen.

Werke[Bearbeiten]

  • Essayos poéticos (Poetische Texte) (1887)
  • Violeta o la princesa azul (Violeta oder die blaue Prinzessin) (1890)
  • El castillo negro (Das schwarze Schloss) (1906)
  • Intimas (Enge Freunde) (1913)
  • Ráfagas (Windböen) (1914)
  • Peregrinando (Unterwegs) (1943)
  • Cuentos breves (Kurzromane) (1943)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]