Adelbert-von-Chamisso-Preis

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Der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung wird seit 1985 verliehen (bis 2005 gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung allein). Der Literaturpreis zeichnet das deutschsprachige, bereits publizierte Werk von Autoren aus, die nichtdeutscher Sprachherkunft sind, wie es auch Adelbert von Chamisso war. Der Hauptpreis ist mit 15.000 Euro (2007) dotiert.

Daneben werden bis zu zwei Förderpreise vergeben, bei denen auch unveröffentlichte Texte berücksichtigt werden; sie sind mit jeweils 7.000 Euro dotiert.

Seit 1997 verleiht die Stiftung in unregelmäßigen Abständen auch eine (nicht dotierte) Ehrengabe zum Adelbert-von-Chamisso-Preis an Persönlichkeiten, die durch ihr Lebenswerk in besonderer Weise im Sinne des Chamisso-Preises gewirkt haben.

Die Bekanntgabe der neuen Preisträger erfolgt jährlich auf der Frankfurter Buchmesse. Die feierliche Preisverleihung findet jeweils im Februar in München statt (seit 2005 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchener Residenz, 1985-2004 im Festsaal der Bayerischen Akademie der Schönen Künste). Seit 2009 werden die Preisträger in einem eigenen Magazin namens "Chamisso", das zum Preis erscheint, vorgestellt.[1]

Der feststehender Begriff „Chamisso-Literatur“ (evtl. noch Neologismus) grenzt sich von der sogenannten Gastarbeiterliteratur ab, hieß es bei der Preisträger-Bekanntgabe 2007.

Preisträger[Bearbeiten]

Alljährliche Preisverleihung in der Allerheiligenhofkirche in München. Ingo Zamperoni interviewt die Preisträgerin 2013: Marjana Gaponenko

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Friedrich (Hrsg.): Chamissos Enkel. Zur Literatur von Ausländern in Deutschland. dtv, München 1986, ISBN 3-423-10533-X.
  • Dietrich Krusche (Hrsg.): Der gefundene Schatten. Chamisso-Reden 1985 bis 1993 München 1993. ISBN 978-3-927743-12-0
  • Robert Bosch Stiftung (Hrsg.): Viele Kulturen eine Sprache. Adelbert-von-Chamisso-Preisträgerinnen und Preisträger 1985–2007. Stuttgart 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Eintrag des Magazins in der Deutschen Nationalbibliothek unter http://d-nb.info/993821812